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18.11.2003

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68 Prozent der Deutschen verlieren bis zu einer Stunde pro Tag durch ineffiziente Kommunikation

68 Prozent der Deutschen verlieren bis zu einer Stunde pro Tag durch ineffiziente Kommunikation
68 Prozent der Berufstätigen in Deutschland verlieren jeden Tag bis zu einer Stunde ihrer Arbeitszeit aufgrund von ineffizienter Kommunikation. 74 Prozent sind beispielsweise bei Telefonkonferenzen unaufmerksam und lediglich 12 Prozent lesen ihre E-Mails zu Ende.

Das sind einige der Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Vergleichsstudie, die von Tandberg, einem der führenden Anbieter von Videokonferenztechnik, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen RoperASW durchgeführt wurde. Die Marktforscher befragten im Rahmen einer schriftlichen Erhebung 625 Berufstätige in Deutschland, den USA, Großbritannien, China (Hongkong) sowie in Norwegen. Ziel der Studie war es, das Kommunikationsverhalten am Arbeitsplatz und dessen Auswirkungen auf das Unternehmen besser zu verstehen. Interessantes Ergebnis: Deutsche legen im internationalen Vergleich den größten Wert auf die persönliche Begegnung.

Wie die Studie jetzt aufdeckte, verlieren 68 Prozent der deutschen Befragten bis zu eine Stunde pro Tag durch ineffiziente Kommunikationsmethoden. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich an zweiter Stelle hinter Norwegen. Auffällig ist, dass die deutschen Berufstätigen bei der Nutzung von Telefon und E-Mail eher nachlässig und unkonzentriert sind. Lediglich 12 Prozent der Befragten lesen beispielsweise ihre E-Mails zu Ende bevor sie diese löschen.

Weiterhin gaben 74 Prozent der Umfrageteilnehmer an, bei Telefonkonferenzen unaufmerksam zu sein. Während solcher Konferenzen erledigen 24 Prozent der Befragten andere Aufgaben, 29 Prozent rufen E-Mails ab beziehungsweise verfassen und versenden diese, 23 Prozent kritzeln vor sich hin, 22 Prozent surfen im Internet, 11 Prozent essen etwas und 8 Prozent hängen Tagträumen nach. Auf ein Jahr hochgerechnet verursacht ineffiziente Kommunikation einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 117 Milliarden Euro.

"Die Studie bestätigt, was wir bei Tandberg bereits seit langem vermuten: Offensichtlich existiert hier ein echtes Kommunikationsproblem, das Einfluss auf die Ergebnisse von Unternehmen hat. Zu wenige Mitarbeiter sind mit voller Konzentration und Aufmerksamkeit bei der Arbeit", sagt Andrew Miller, Chief Executive Officer von Tandberg. "Es hat den Anschein, dass andere Kommunikationsmethoden als das persönliche Gespräch eher zu verwirrenden Diskussionen führen, den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und die Übernahme von Verantwortung erschweren sowie für langsamere und kompliziertere Verhandlungsprozesse verantwortlich sind."

Die überwältigende Mehrheit der Umfrageteilnehmer gab zu Protokoll, dass Kommunikation von Angesicht zu Angesicht - verglichen mit Telefon- oder E-Mail Kommunikation - leichter zu verstehen und persönlicher ist und besser im Gedächtnis verankert wird. Persönliche Kommunikation erlaube zudem eine schnellere Entscheidungsfindung, stärke das gegenseitige Vertrauen der Gesprächspartner, erleichtere die Überwindung von sprachlichen und kulturellen Barrieren und eigne sich somit besser für detaillierte Erklärungen.

Besonders großen Wert im internationalen Vergleich legen die Deutschen auf das persönliche Gespräch. 92 Prozent der hiesigen Befragten gaben an, dass das direkte Gespräch für sie die wichtigste Kommunikationsform darstellt - deutlich mehr als beispielsweise in den USA (79 Prozent), in England (90 Prozent) oder in China (49 Prozent). Besonders wichtig ist 95 Prozent der befragten Deutschen, dass sie und ihre Gesprächspartner mit größerer Aufmerksamkeit in das persönliche Gespräch gehen. 92 Prozent der Befragten legen großen Wert auf die nonverbale Kommunikation.

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass in einer global vernetzten Welt der persönliche Kontakt wichtiger wird. Tony Venables ist Volkswirtschaftler an der London School of Economics und glaubt, dass Unternehmen, die auf persönliche Kommunikation setzen, besonders erfolgreich sind. Neben der tatsächlichen physischen Begegnung bieten vermehrt auch Videokonferenzen die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs. Lou Latham, Analyst beim Marktforschungsinstitut Gartner, hält fest: "Die meisten Leute haben verstanden, dass die persönliche Interaktion optimal ist. Aber erst seit Kurzem sind ausgereifte Technologien der Videokommunikation für die breite Masse erhältlich. Dieses leistungsfähige Instrument ist das fehlende Teilstück, welches den Unternehmen erlaubt, in einer Echtzeit-Umgebung zu agieren."

Die Studienergebnisse machen deutlich, dass in Deutschland noch Zurückhaltung beim Einsatz moderner Videokommunikation besteht. Bislang setzen erst 6 Prozent der Befragten Videokonferenzen ein, in China und in Großbritannien sind es mit 10 beziehungsweise 13 Prozent bereits deutlich mehr. Für 75 Prozent der Umfrageteilnehmer stellen Videokonferenzen jedoch eine effektive und bedenkenswerte Alternative zur Kommunikation mittels Telefon und E-Mail dar. Tandberg hat sich darauf spezialisiert, mit seinen hochentwickelten Videokommunikationslösungen diese Kommunikationslücke zu schließen.