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12.01.2001

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AOL setzt auf neues Portal zur Mitglieder-Werbung

AOL setzt auf neues Portal zur Mitglieder-Werbung
Der weltweit größte Online-Dienst AOL setzt zur Kundenwerbung und -bindung in Deutschland in diesem Jahr auf die Neugestaltung und Ausweitung seines Portals.

Ziel ist es die Nutzungsdauer der User zu erhöhen, was nicht zuletzt durch eine starke Beschleunigung des Seitenaufbaus erreicht werden soll. Gleiches gilt für gilt für Compuserve, den Anbieter für Geschäftskunden und professionelle Anwender, und für das Netscape-Portal, so der AOL Deuschland-Chef Uwe Heddendorp in einem Interview mit der Zeitung Welt am Sonntag.

Zu den schon bestehenden zwölf Channels, auf die nur AOL-Mitglieder zugreifen können, soll im Laufe des Jahres unter anderem ein neuer Shopping-Channel kommen. In elf Sparten sollen Produkte angeboten werden, wofür AOL über 60 Partner gewonnen hat. Außerdem wird es je einen Kanal für Homebanking, Auto, Gesundheit / Wellness, eine Community und einen Flirt-Kanal geben. Auf jeder Seite soll die Möglichkeit bestehen über Chatrooms und Message-Boards Kontakte zu anderen Usern in der Welt herzustellen.

Die neue Zugangssoftware 6.0 soll die Möglichkeit bieten Mobilfunknummern im Adressbuch abzuspeichern und durch Anklicken SMS, E-Mails oder eine Instant Message an den Teilnehmer zu versenden. Instant Message ist eine Einrichtung zur Echtzeit-Kommunikation zwischen registrierten Benutzern, die mit dem Internet verbunden sind.

AOL baut auf die Einführung einer für die breiten Masse bezahlbaren Flatrate. Ziel ist eine Flatrate von unter 50 DM pro Monat. Hier gilt es erst einmal die Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) abzuwarten, die sich im Februar zu dem von der Telekom vorgelegten Großhandelsflatrate-Angebot äußern wird, da sie genehmigt werden muß. Die Großhandelsflatrate ist die Basis einer preiswerten Flatrate, daß vorgelegte Angebot vom 15.12.00 stößt aber auf Widerstand, so daß AOL auf bessere Bedingungen hofft. Durch die Flatrate soll gewährleistet sein, daß die User wesentlich mehr Zeit vor dem PC verbringen als dies heute der Fall ist und sich das Netz zu einem Medium wie Fernsehen oder Radio entwickelt. Davon profitieren soll der E-Commerce, wo ein erhebliches Wachstumspotenzial gesehen wird. Voraussetzung sei aber, daß die Nutzer nicht mehr die Angst vor unkalkulierbaren Kosten durch die Internet-Nutzung haben, sondern durch einen Festpreis abgesichert sind.

Um die Teilnehmerzahlen zu steigern, wird bei AOL darüber nachgedacht im Laufe des Jahres einen Net-PC anzubieten, einen Rechner, der ausschließlich die Möglichkeit eines Internet-Zugangs bietet. Dieses Modell dürfte ähnlich wie auf dem Mobilfunkmarkt aussehen. Der Nutzer erhält einen subventionierten PC und geht im Gegenzug ein Vertragsverhältnis von beispielsweise 24 Monaten ein.