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11.03.2011

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Android-Trojaner gibt sich als Google-Sicherheitstool aus

Android-Trojaner gibt sich als Google-Sicherheitstool aus
Kurz nach der Löschaktion von Google ist ein weiterer Trojaner für das mobile Betriebssystem Android aufgetaucht. Die Ironie dabei ist, dass sich die Schadsoftware als "Android Market Security Tool" von Google ausgibt. Die falsche Software treibt bei den Anwendern jedoch die Telefonrechnung in die Höhe.

Bereits in der letzten Woche hatte Google auf rund 260.000 Android-Handys aus der Ferne mehr als 50 gefährdete Apps gelöscht, um einen Schädling mit dem Namen "DroidDream" zu bekämpfen. Kritiker gingen davon aus, dass sich an den Sicherheitsrisiken des mobilen Betriebssystems nichts ändern würde, sofern der Konzern nicht die Ursachen bekämpfe.

Teure Premium-SMS und Datenklau



So haben unbekannte Angreifer die offizielle Google-Sicherheitsapp "Android Market Security Tool" als Trojaner umfunktioniert. Laut Symantec soll die Software dazu in der Lage sein, teure Premium-SMS zu verschicken. Wie Sicherheitsexperten von F-Secure berichten, kann die Schadsoftware außerdem die Telefonnummer und Identifikationsnummer des Handys auslesen.

Die Malware werde jedoch nicht wie das originale Google-Tool automatisch installiert. Auch taucht der Trojaner nicht im offiziellen Android Market auf. Der Nutzer müsse die App zuerst in einem unabhängigen chinesischen Appstore herunterladen und danach manuell installieren. Auch warnen die Sicherheitshinweise bei der Installation vor möglichen kostenpflichtigen Diensten. Der Trojaner soll sich bislang nur in China verbreitet haben.

Google: Nutzer sind selbst schuld



Google weist im Gegenzug darauf hin, dass der Nutzer nur Anwendungen aus vertrauenswürdigen Quellen installieren solle. Ob das Unternehmen gegen die Schadsoftware selbst vorgehen wird, ist bislang nicht bekannt. Schon bei der kürzlichen Löschung einiger Apps hagelte es für Google heftige Kritik, da sich das Original-Tool ohne Zustimmung des Nutzers installiert, Apps entfernt und danach sich selbst wieder löscht.

Links zum Artikel:
Symantec (Quelle)
F-Secure (Quelle)

Mirko Schubert

 

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