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30.08.2001

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Badewanne wird zur "Powerquelle": Jugendliche im Visier der Finanzdienstleister

Badewanne wird zur "Powerquelle": Jugendliche im Visier der Finanzdienstleister
Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren stehen pro Jahr rund 2,4 Milliarden Mark zur Verfügung – Tendenz steigend. Hier wittern nun auch die Finanzdienstleister ihre Chance: Jede zweite Versicherung und jedes dritte Kreditinstitut bietet im Internet spezielle Produkte für diese Zielgruppe an. Dies ergab eine aktuelle Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung. 32,6 Prozent der Banken und knapp die Hälfte der Versicherungen richten ihren Webauftritt zusätzlich auf die Bedürfnisse Jugendlicher aus, da diese überproportional häufig im Netz unterwegs sind. Das Ziel: Die jungen Leute sollen frühzeitig an ein Institut gebunden werden. „Die Finanzdienstleister wollen rechtzeitig Signale setzen“, erklärt Georg Ruppert, Internet-Experte der Mummert + Partner Unternehmensberatung. Finanz-Webseiten, die sich an potenzielle Nachwuchskunden richten, erkennt man oft an ihrer poppigen Aufmachung und einem speziellen Angebot. Anglizismen werden gestreut: „Check it“ fordern die Internet-Buttons, „Gofuture“ heißen die Jugend-Programme. Es gibt „Wellness-Tipps“ („Powerquelle Badewanne“) und Freizeittipps („Kiteboarding – Der totale Adrenalinkick“). Die Produkte: Auto- oder Moped Haftpflichtversicherungen, Bausparverträge und kostenlose Girokonten. „Mitarbeitergewinnung ist ein weiteres Ziel der Webseiten“, ergänzt Ruppert. Die zweitwichtigste Zielgruppe, an die sich die Versicherer mit einem speziellen Internet-Angebot wenden, ist die Familie. Hier besteht besonderer Bedarf an finanzieller Absicherung: Ausbildungs- oder Unfallversicherungen für die Kinder, Versicherungen gegen Erwerbsunfähigkeit oder der Schutz von Hinterbliebenen. Bei den Banken liegen die Senioren im Web an zweiter Stelle. "Diese Leute haben teilweise ein Leben lang gespart und suchen Anlagemöglichkeiten: Sie wollen ihre Rente aufbessern, für die Enkel sparen oder die Erbschaftsformalitäten planen", ergänzt Ruppert.

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