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19.02.2001

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Betrug: Illegale Telefonstuben aufgeflogen

Betrug: Illegale Telefonstuben aufgeflogen
Nach umfangreichen Ermittlungsarbeiten hat die Polizei jetzt einen Ring von Telefonbetrügern ausgehoben. Die Täter hatten in kurzzeitig angemieteten Wohnungen unter falschem Namen Telefonanschlüsse gemietet und Kunden gegen Gebühr in stundenlang alle Welt telefonieren lassen. Sobald die ersten Mahnungen kamen, tauchten die illegalen Telefonmakler ab.

Dabei sei allein der Deutschen Telekom ein Schaden von mehr als 20 Millionen Mark entstanden, teilte die Polizei in Hannover mit. Bisher seien 152 Beschuldigte ermittelt worden. Gegen 53 Täter, die überwiegend aus dem arabischen Raum stammten, sei Anklage wegen bandenmäßigen Betruges erhoben worden. Insgesamt habe die Anfang des letzten Jahres eigens für diesen Telefonbetrug eingerichtete Ermittlungsgruppe rund 750 illegale Telefonstuben entdeckt.

Die Betreiber der illegalen Telefonstuben hatten unter anderem das offenbar langwierige Mahnverfahren der Telekom ausgenutzt und konnten meist rechtzeitig verschwinden. Inzwischen hat jedoch die Telekom die technischen Einrichtungen zum Erkennen von Telefonstuben verbessert. Unter anderem wird der Telefonverkehr ins Ausland genauer beobachtet, so dass bei auffälliger Zunahme von Telefongesprächen in bestimmte Länder die Ermittlungsbehörden rechtzeitig informiert werden können.

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