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06.07.2010

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Botnet-Viren für Smartphones tarnen sich als WM-Spiel

Botnet-Viren für Smartphones tarnen sich als WM-Spiel
Zahlreiche Smartphone-Besitzer wurden in letzter Zeit Opfer von Viren, die sich in vermeintlichen Gratis-Spielen verstecken. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika tarnt sich die Anwendung z. B. mit dem Namen "Free World Cup VOD" und setzt auf den Argwohn des Nutzers. Der Antiviren-Software-Anbieter NetQin Mobile Inc. zählte an nur einem Tag über 500 Beschwerden, die sich auf diese Anwendung bezogen.

Die Viren wurden als ShadowSrv.A, FC.Downsis.A, BIT.N und MapPlug.A identifiziert und waren in kleine Handy-Spiele integriert, wo sie den Anwender dazu bringen sollten, die infizierte Software herunter zu laden. Sobald dies geschehen ist, wird das Gerät vom Sender des Virus' kontrolliert. Diese Methode zur Übertragung von Viren ist dieselbe wie die eines Botnet, daher werden die Viren als "Botnet-Viren" bezeichnet.

Der Ausdruck Botnet beschreibt im Allgemeinen Sicherheitsbedrohungen für Computer. Auf einer Vielzahl von PCs läuft hierbei ein Programm, die nur vom Eigentümer der Software-Quelle gesteuert und manipuliert wird.

Das Ziel des Virenschreibers ist bisher nicht bekannt. Das Ausbreitungsmodell der Viren weist darauf hin, dass sich Botnets auf Handys im Aufschwung befinden und eine wachsende Bedrohung darstellen. Durch den steigenden Absatz und die stetige Verbreitung von mobilen Anwendungen sind Smartphones zu verlockenden Zielen von Virenproduzenten geworden.

Entweder senden diese Viren direkt Nachrichten an alle Kontakte des Handy-Adressbuchs oder an zufällig ausgewählte Telefonnummern durch eine Verbindung zum Server. In beiden Fällen erhöht sich dadurch die Telefonrechnung des Nutzers. Außerdem löscht der Virus die Nachrichten des Nutzers im Postausgang für E-Mails und SMS.

Die vom Virus gesendeten Nachrichten haben Titel, die die aktuellsten Themen betreffen, beispielsweise "Free World Cup VOD" oder beliebte Fernsehsendungen. Alle Nachrichten beinhalten Verlinkungen auf schädliche Webseiten, die der Nutzer erst sieht, wenn er bereits auf den Link geklickt hat und somit in die Virenfalle getappt ist.