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04.07.2001

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Breko-Verband: Kritik an der Regulierungsbehörde

Breko-Verband: Kritik an der Regulierungsbehörde
Dem Branchenverband Breko geht die Deregulierung des deutschen Telekommunikationsmarktes noch immer zu langsam. Den Schuldigen hat der Verband auch gleich ausgemacht: Die Regulierungsbehörde mit ihren allzu Telekom freundlichen Entscheidungen. Zur Begründung verweist Breko auf die in diesem Jahr bislang getroffenen Beschlüsse zur Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL), zum Wiederverkauf von Internetleistungen und zum Preisdumping-Verfahren bei TDSL. Das deute "darauf hin, dass die Regulierungsbehörde den Dienste-Wettbewerb auf dem Netz der Deutschen Telekom AG favorisiert", erklärte der Verband. Das aber versetze die Telekom in die Lage, die Marktbedingungen in noch stärkerem Maße bestimmen. Mit dieser Art von Wettbewerb versuche die Telekom-Behörde kurzfristig günstigere Verbraucherpreise zu schaffen, erklärt Breko-Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Allerdings zerstöre sie damit gleichzeitig den Infrastruktur-Wettbewerb im Ortsnetz, der erst eine dauerhafte Alternative für den Verbraucher schaffe. Die Behörde scheine sich mit ihren Vorstellungen an den USA zu orientieren, heißt es weiter. Dort habe sich diese Form des Wettbewerbs etabliert, und alternative Carrier seien rar. "Die Folgen einer solchen Entwicklung sind uns in den letzten Wochen deutlich vor Augen geführt worden: Zahlreiche Insolvenzen von Verbindungs-Netzbetreibern und der Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen bei Anbietern und Zulieferern in den USA. Dieses Schicksal droht auch dem deutschen Markt", befürchtet Lüddemann. "Wir fordern eindeutige Signale der Regulierungsbehörde für die Förderung eines Infrastruktur-Wettbewerbs im Ortsnetz", betonte der Verband. Mit ihrer jetzigen Haltung versuche die Behörde nur ihre eigene Existenzberechtigung zu sichern. "Würde sie den Infrastruktur-Wettbewerb fördern, wäre sie irgendwann überflüssig".

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