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13.06.2001

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Callthrough: Sparen beim Telefonieren mit dem Handy

Callthrough: Sparen beim Telefonieren mit dem Handy
Im Mobilfunk gibt es zwar keine Call-by-Call-Angebote wie im Festnetz, aber sparen kann man dennoch. Das Schlüsselwort heißt Callthrough, zu deutsch Durchwählen. Bei diesem Verfahren kann man im günstigsten Fall bis zu 80 Prozent billiger telefonieren. Um solche Angebote zu nutzen, muss man sich zunächst bei einem der Mobilfunk-Billiganbieter registrieren lassen. Man vereinbart mit ihm eine Zahlungsweise. Zumeist muss man für ein bestimmtes Minutenkontingent Vorkasse leisten. Auch Einzugsermächtigungen sind möglich. Nach dieser Anmeldung bekommt man eine Einwahlnummer und seine persönliche Geheimnummer (Pin-Code) mitgeteilt. Nun kann man telefonieren. Dazu wählt man zunächst die Einwahlnummer des Billiganbieters. Dann gibt man die Pin-Nummer ein, bekommt ein Freizeichen und kann die Nummer des gewünschten Teilnehmers wählen. Das ist freilich kein sehr handliches Verfahren, was möglicherweise erklärt, warum sich erst sehr wenige deutsche Handy-Telefonierer für Callthrough entschieden haben. Einige Firmen bieten die Möglichkeit, bei der ersten Einwahl die Pin-Nummer zu speichern. Dann entfällt zumindest die Eingabe dieser Ziffernkombination bei jedem Telefonat. Das Sparpotential ist allerdings gewaltig: Wenn man einen Anbieter mit einer kostenlosen Einwahl aussucht (0800er Nummer), dann fallen für diese Telefonate nur die Gebühren des Callthrough-Unternehmens an. Das sind für Gespräche vom Handy zum Festnetz zwischen 30 und 50 Pfennig, ins Mobilfunknetz zwischen 50 bis 90 Pfennig. Ohne diesen Umweg muss der Kunde zwischen 99 und 169 Pf/min zahlen. Hat der Anbieter keine kostenfreie Einwahl, sondern benutzt eine normale deutsche Festnetznummer, dann muss man natürlich diese Verbindung zusätzlich bezahlen. Um dennoch sparen zu können, legt man diese Nummer als seine bevorzugte Nummer fest. Dann kostet dieses Telefonat 39 Pf/min in der Hauptzeit und 15 Pf/min am Wochenende. Diese Kosten müssen dann zu den Tarifen des Callthrough-Anbieters addiert werden. Bei 30 Pf/min Callthrough- und 15 Pf/min Handy-Kosten sind das immer noch deutlich weniger, als ein normales Telefonat kosten würde. Neben dem Vorteil der günstigen Preise sind allerdings auch einige Nachteile des Verfahrens zu nennen: Das wäre einerseits die bereits erwähnte langwierige Eingabe endloser Zahlenkolonnen. Außerdem lässt die Qualität der Verbindungen manchmal zu wünschen übrig. Und nicht zu vergessen: Man muss zumeist vorab bezahlen und weiß nicht, ob die gewünschte Leistung auch erbracht wird. Außerdem haben viele dieser Unternehmen keine Hotline und sind nur via Internet erreichbar.