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18.02.2004

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DSL treibt Web-Nutzung massiv voran

DSL treibt Web-Nutzung massiv voran
Die Online-Nutzung wird in den nächsten Jahren massiv zunehmen. Davon ist Mathias Plica, Geschäftsführer des Online- Medienhauses CHIP Xonio Online (CXO), überzeugt.

"Der typische DSL-Nutzer in Deutschland hat im vergangenen Jahr etwa 50 Prozent mehr Daten aus dem Web geholt als im Jahr zuvor. Und dieser Trend wird sich noch verstärken."

Die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland stieg nach Angaben der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) 2003 um 43 Prozent auf rund viereinhalb Millionen. Zugleich jedoch wuchs das via DSL aus dem Netz abgerufene Datenvolumen um satte 107 Prozent.

Mathias Plica: "Inzwischen haben fast 60 Prozent aller erwachsenen Deutschen Zugang zum Internet. Jetzt erleben wir einen qualitativen Boom: Die Erwartungshaltung der Verbraucher steigt, die Anwendungen werden anspruchvoller, die Datenmengen wachsen, das Web wird intensiver genutzt."

Dafür gebe es mehrere Gründe, so der CXO-Chef. "Erstens: Mit zunehmender Nutzung und wachsender Qualität der Angebote steigt bei den Verbrauchern die Akzeptanz des Internets als Service- und Kommunikationsmedium. Zweitens: Der Druck der Wirtschaft, die das Web als effizienten Vertriebs- und Marketing-Kanal entdeckt hat und etablieren will, zeigt Wirkung. Drittens: Die durch DSL eröffnete Möglichkeit, anspruchsvollere Anwendungen übers Web zu nutzen, sorgt für zusätzlichen Schub. Umso mehr, als DSL-Flatrates, nach einer Umfrage von CHIP Online die beliebteste Tarifvariante, das unbegrenzte Web-Surfen zu günstigen Kosten erlauben."

Die Besucherzahlen bestätigen Plicas Einschätzung. So nahm die Zahl der Besuche auf allen IVW-geprüften Websites im vergangenen Jahr um rund 75 Prozent zu; im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Internet-Zugänge nur um rund 16 Prozent.

Entscheidend sei, dass erst etwa zwölf Prozent der Haushalte in Deutschland über einen DSL-Anschluss verfügen. "Hier steckt noch sehr viel Potenzial. Außerdem werden die heutigen DSL-Nutzer ihre Online-Nutzung weiter intensivieren."

Für die Anbieter von Websites bedeute das, "dass sie ihre Peformance-Kapazitäten sehr genau im Blick haben müssen. Da rollt eine Welle auf uns zu." Zugleich müsse sich die Wirtschaft darauf einstellen, dass sich der Wettbewerb in die Online-Welt hinein verlängert. "Wer hier seine Botschaft und seine Vertriebskanäle mit den Erwartungen der Verbraucher nach gutem Service, Transparenz und soliden Informationen in Einklang bringt, wird zu den Gewinnern gehören. Und das eben nicht nur in der Online-Welt, sondern im realen Unternehmens-Ergebnis."