News

 

04.04.2001

4phones.de auf Twitter Dieser Artikel als Druckversion 

Deutsche Telekom: Werbung für "Die Auskunft 11840" ist unzulässig

Deutsche Telekom: Werbung für "Die Auskunft 11840" ist unzulässig
Die neugestartete Telefonauskunft 11840 wird weiterhin von der Deutschen Telekom angegriffen. In zwei getrennten Landgerichtsverfahren in Köln und Hamburg hat die Telekom erwirkt, dass die 11840 AG aus Mainz ihren bisherigen Werbeslogan, der den Preisvorteil von 11840 herausstellte, nicht mehr verwenden darf. 11840 hat den Slogan kurzerhand in das nicht weniger schlagkräftige "Die Nummer der billigen Auskunft" umgewandelt - für den Verbraucher genau so eindeutig und rechtlich (vorläufig) zulässig.

Das Vorgehen der Telekom hat über die 11840 hinaus Bedeutung für den gesamten Auskunftsmarkt in Deutschland. Der Ex-Monopolist beruft sich nämlich auf eine Marktuntersuchung, wonach die Bevölkerung Deutschlands mehrheitlich jede Auskunftsnummer der Deutschen Telekom zuordnet. Demnach wäre jede Werbung für "die Auskunft" unzulässig, weil sie dem Verbraucher suggerierte, dass er mit der Telekom verbunden würde, argumentieren die Rechtsanwälte von Telekom-Chef Ron Sommer.

Olaf Striboll, Vorstand der 11840 AG, die aus rechtlichen Gründen sogar die Worte "Die Auskunft" in ihrem Firmennamen nicht mehr nennt, erklärt: "Die ehemalige Post und Telekom war in den alten Zeiten des Staatsmonopols die einzige Telefonauskunft Deutschlands. Sich daraus jetzt Rechtsvorteile abzuleiten, weil viele Verbraucher beim Begriff Auskunft nach wie vor an den Ex-Monopolisten denken, ist schon mehr als dreist. Schließlich hat sich die damalige Post und Telekom über Jahrzehnte hinweg ihren Bekanntheitsgrad mit Steuergeldern erkauft." 11840-Chef Olaf Striboll fordert die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) auf, das Verhalten der Deutschen Telekom im Auskunftsmarkt einer formalen Prüfung im Hinblick auf die unangemessene Ausnutzung eines Quasi-Monopols zu unterziehen.