News

 

10.09.2002

4phones.de auf Twitter Dieser Artikel als Druckversion 

Ericsson glaubt an weitere UMTS-Pleiten

Ericsson glaubt an weitere UMTS-Pleiten
Der Markt für die dritte Mobilfunkgeneration ist überlaufen. Diese Meinung vertritt Thorbjörn Nilsson, Marketing- und Strategieleiter beim schwedischen Telekomausrüster Ericsson, in einem Interview mit der Financial Times.

Bei UMTS handle es sich um ein klassisches Einzelhandelsgeschäft, das nicht zu viele Anbieter am Markt vertrage, sagte Nilsson. Betreibern mit einem Marktanteil von unter zehn Prozent auf ihrem Heimatmarkt gibt der Manager keine Chance.

"Auf den größeren Märkten werden vorausichtlich vier Betreiber überleben, auf den kleinen eher weniger", schätzt Nilsson. Vorangetrieben werde die Konsolidierung durch Schulden, Verluste und "angestrebte Größenvorteile". Nilsson glaubt, dass in Deutschland außer Quam mindestens ein weiterer der sechs Lizenznehmer aufgeben werde. Der spanische Telefonica-Konzern, der zusammen mit der finischen Sonera Quam betreibt, hatte erst im Juli angekündigt, alle UMTS-Aktivitäten in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz vorerst zu stoppen.

Als "schwächster" der verbleibenden UMTS-Marktteilnehmer gilt die deutsche Mobilcom. Das Unternehmen hat zum UMTS-Aufbau umfangreiche Kredite von Ericsson erhalten. Der finanzschwache schwedische Konzern ist einer der Hauptlieferanten der UMTS-Technik und hat Milliardenkredite an seine Kunden vergeben.

 

Newsletter abonnieren

Jede Woche top informiert!

Unser kostenloser Newsletter erscheint
wöchentlich und informiert Sie über aktuelle
Nachrichten aus dem Mobilfunk-Markt.
Das Abo kann jederzeit abbestellt werden.

Ihre E-Mail-Adresse