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21.05.2003

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Erste UMTS-Handys noch nicht alltagstauglich

Erste UMTS-Handys noch nicht alltagstauglich
UMTS-Handys und Netzwerk funktionieren, allerdings sind die Geräte noch lange nicht alltagstauglich, berichtet das Telekommunikationsmagazin connect.

Dabei wurden die ersten beiden UMTS-Handys NEC e606 und
das Siemens U10 als erste Zeitschrift einem detaillierten Labortest unterzogen. Dazu wurde eigens in neue Messtechnik für das verlagseigene Testlabor "Testfactory Stuttgart" investiert. Das Ergebnis: Selbst der Testsieger NEC e606 kann sich noch nicht mit einem Top-GSM-Gerät messen. Die Ausdauer des UMTS-Klappen-Handys für 577 Euro (Preis mit Vertrag) wurde sogar mit mangelhaft bewertet, während die Ausstattung ein "Ausreichend" und Handhabung sowie Funk- und Akustikmessung ein "Befriedigend" im Test erhielten. Das NEC e606 verfügt über zwei Kameras und ist für Videotelefonie, eine der Schlüsselfunktionen von UMTS, geeignet.

Das Siemens U10 für 799 Euro (mit Vertrag) fiel vor allem wegen seiner klobigen Abmessungen und den schlechten Ausdauerwerten auf. Hier ist laut connect noch Entwicklungsbedarf bis zur Alltagstauglichkeit des Geräts der sogenannten dritten Mobilfunkgeneration. Der Ausstattung nach ist das U10 allerdings durchaus für anspruchsvolle Business-Kunden geeignet, obwohl das Handy keine Videotelefonie unterstützt. Beim österreichischen Netzbetreiber A1 ist das Siemens seit einigen Wochen mit Vertrag für Endkunden erhältlch. In Deutschland soll UMTS im Herbst starten.

Multimedia-Anwendungen funktionierten im Praxistest, der in den UMTS-Vorreiter-Ländern Österreich und Großbritannien stattfand, allerdings noch nicht auf Anhieb. Langsame Datenübertragung machte sich unter anderem durch häufiges Zwischenspeichern beim Video-Streaming bemerkbar.

Was die Preisgestaltung angeht, geben Österreich und Großbritannien einen ersten Anhaltspunkt: So entstehen zwar hohe Anschaffungskosten bei Vertragsabschluss mit rund 600 Euro pro Gerät, sehr flexibel sind dagegen die Vertragskonditionen. Die Kunden haben nahezu unbegrenzte Entscheidungsfreiheit: Zwischen 0 und 144 Euro liegt beispielsweise in Großbritannien (Anbieter Three) der monatliche Paketpreis, mit dem in manchen Tarifen bis zu 2000 Minuten Sprachtelefonie und 200 Minuten netzinterne Videotelefonie bereits abgegolten sind.