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12.07.2011

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Filmportal kino.to kehrt unter neuem Namen zurück

Filmportal kino.to kehrt unter neuem Namen zurück
Etwas über einen Monat ist es her, dass die Polizei die Streaming-Webseite kino.to abgeschaltet und die Betreiber verhaftet hat. Nun ist die Filmseite wieder unter neuem Namen online und begegnen der Filmindustrie mit einer frechen Botschaft auf der Startseite.

Trotz Beschlagnahmung der Server und Untersuchungshaft der Betreiber ist wie zu erwarten das umstrittene Filmportal kino.to wieder im Netz verfügbar. Webseiten-Design und die zahlreich angebotenen deutsch- und englischsprachigen Filme haben sich nicht verändert, jedoch unter dem neuen Namen kinox.to.

"Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen?"



Auf der Startseite des neuen Portals verspotten die Betreiber die Filmindustrie und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). "Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt", schreiben sie auf der Webseite. "Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden?"

Anschließend bedanken sich die Betreiber von kinox.to beim Hacker-Netzwerk Anonymus, das erst kürzlich die Webseite der GVU lahmlegte. Es gehe ihnen um die Freiheit und "solche Geldgeier-Organisationen" sollten aus dem Internet fern bleiben. Auch gegen die Ankündigung der Polizei, man würde auch noch gegen die Nutzer vorgehen, geht das Team des Filmportals an: "Macht euch keine Sorgen, wir haben nie Daten gespeichert und werden es auch weiterhin nicht tun."

Wiedereröffnung kommt nicht überraschend



Prompt reagierte die GVU mit einer Stellungnahme, die sie in ihrem Blog veröffentlichte. Das Auftauchen der Seite sei nicht überraschend. "Das Interesse an der Übernahme von kino.to-Nutzern ist unter digitalen Hehlern erwartungsgemäß hoch", erklärt GVU-Pressesprecherin Christine Ehlers. "Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis die Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat."

Etwa 4 Millionen Besucher im Monat hatte kino.to laut den Behörden. Wie viele es nun auf den neuen Webauftritt ziehen wird, zeigt bereits die derzeitige mangelnde Erreichbarkeit der Seite. Wer nun hinter kinox.to steht, ist nicht bekannt. Jedoch hieß es in einigen Foren, dass die Polizeit nur die Hälfte der 26 Mitglieder des Teams festnehmen konnte.

Mirko Schubert