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14.02.2001

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Glasfasertechnologie verhindert T-DSL-Anschlüsse

Glasfasertechnologie verhindert T-DSL-Anschlüsse
Die von der Telekom als Zukunftstechnologie gepriesenen OPAL-Glasfaserleitungen im Osten Deutschlands behindern jetzt das Einrichten neuer T-DSL-Anschlüsse, berichtet das Magazin TELEPOLIS.

OPAL steht für optische Anschlussleitung. Mitte 1990 startete die damalige Post in Köln mit 192 Haushalten ein OPAL-Pilotprojekt. Ziel dieses sehr kostenaufwendigen Experiments war eine Serienproduktion der Glasfaserleitungen zu Preisen vergleichbarer Kupfersysteme. Denn die Glasfasertechnologie hat gegenüber dem Kupferkabel zwei entscheidende Vorteile: hohe Bandbreite und geringe Übertragungsverluste. Außerdem ist sie relativ unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen, die durch technische Geräte, Gewitter oder Sender ausgelöst werden können.

Die OPAL-Technik wurde in Ostdeutschland vornehmlich eingesetzt, um Stadtteile zu versorgen, in denen es vorher keine oder nur wenige Telefonanschlüsse gab. Erst 1995 wurde OPAL auch in Westdeutschland in größerem Ausmaß verlegt. Im Telekom-Netz sind derzeit rund zwei Millionen Anschlüsse mit optischen Zugangsnetzsystemen vorhanden.

Die fortschrittliche Technologie offenbart jetzt jedoch ihre Kehrseite: Schnelle Internetzugänge sind für Haushalte mit Glasfaseranschluss nicht möglich, da T-DSL auf Kupferkabel angewiesen ist. Technisch würden sich mehrere Alternativen für das Angebot eines schnellen Internetzugangs für Haushalte mit Glasfaseranschluss anbieten.

So ist beispielsweise VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line = Digitaler Teilnehmeranschluss mit sehr hoher Datenrate) eine der vielversprechendsten in Glasfasergebieten einsetzbaren Technologien. Mit VDSL ließe sich die Übertragungsrate erheblich steigern. Die Telekom bietet diese Technologie jedoch noch nicht an. Und so müssen sich viele ostdeutsche Surfer auch in Zukunft in Geduld üben. Denn wann Glasfaserhaushalte in den Genuss schneller Internetzugänge kommen, ist noch völlig offen.

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