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22.05.2002

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Globaler Handymarkt ist weiter zurückgegangen

Globaler Handymarkt ist weiter zurückgegangen
Der weltweite Handymarkt ist auch im ersten Quartal dieses Jahres rückläufig gewesen. Die Zahl der verkauften Mobiltelefone sank gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 3,8 Prozent von 97,43 auf 93,76 Mio. Einheiten, ergab eine Studie des Marktforschers Gartner Dataquest.

Die seit dem dritten Quartal anhaltende Abwärtsentwicklung setzte sich damit fort. Unangefochten an der Spitze blieb der finnische Handyriese Nokia, der zwar seinen Marktanteil von 34,4 auf 34,7 Prozent ausbaute, aber statt 33,51 "nur" mehr 32,53 Mio. Mobiltelefone verkaufte. Zulegen konnten hingegen Motorola, Samsung und Siemens, die ersten Verfolger von Nokia.

Die weltweite Nummer zwei, Motorola, erhöhte den Absatz um zehn Prozent von 13,23 auf 14,53 Mio. Stück, was einer Verbesserung des Marktanteils von 13,6 auf 15,5 Prozent gleichkommt. Großer Gewinner ist Samsung mit einem Absatzplus von 50 Prozent auf 9,03 Mio. Handys. Die neue Nummer drei verbesserte ihren Marktanteil von 6,2 auf 9,6 Prozent. Dahinter folgt der Siemens-Konzern, der 8,23 Mio. Stück (plus 24,1 Prozent) auslieferte und somit seine Handy-Präsenz von 6,8 auf 8,8 Prozent erhöhte.

Platz fünf nimmt Sony Ericsson mit exakt sechs Mio. abgesetzten Mobiltelefonen und einem Marktanteil von 6,4 Prozent ein. Damit zählt das Gemeinschaftsunternehmen zu den großen Verlierern: Vor einem Jahr lieferte Sony noch 1,9 und Ericsson 6,4 Mio. Handys aus. Schlecht erging es im Durchschnitt den kleinen Handyproduzenten: Ihr zusammengerechneter Marktanteil schrumpfte von 39 auf 25 Prozent.

Die regionale Nachfrage verhielt sich sehr unterschiedlich: Während in Westeuropa und Lateinamerika zum zweiten Mal in Folge die Quartalsabsätze zurückgingen, erhöhten sich die Verkäufe in der asiatisch-pazifischen Region (einschließlich Japan) um überraschend hohe acht Prozent im Jahresvergleich und zwölf Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2001. Besonders in China und Korea stiegen die Wachstumsraten steil an.

Nach einem jahrelangen Boom rund um den Globus schrumpfte der Handymarkt erstmals im dritten Quartal des Vorjahres. Auch im Gesamtjahr 2002 musste ein Minus von 3,2 Prozent hingenommen werden. 399,6 Mio. Geräte wurden abgesetzt.

Ausgelieferte Handys in ersten Quartal 2002:

Nokia 32,531 Mio. (Marktanteil 34,7 Prozent)
Motorola 14,533 (15,5%)
Samsung 9,030 (9,6%)
Siemens 8,229 (8,8%)
Sony Ericsson 6,009 (6,4%)
andere 23,424 (25,0%)