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28.06.2012

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Google IO: Android 4.1 Jelly Bean und Nexus 7 vorgestellt

Google IO: Android 4.1 Jelly Bean und Nexus 7 vorgestellt
Zum Auftakt der alljährlichen Entwicklerkonferenz Google IO stellte Google sein neues mobiles Betriebssystem Android 4.1 mit dem Codenamen "Jelly Bean" vor. Neben zahlreichen Neuerungen soll die Version deutlich schneller auf Smartphones und Tablets laufen. Das Unternehmen bestätigte außerdem die zahlreichen Gerüchte um das 200-Dollar-Tablet Nexus 7.


Jelly Bean deutlich schneller als bisher



Android 4.1 "Jelly Bean" soll durch das Projekt Butter sehr viel schneller laufen als sein Vorgänger "Ice Cream Sandwich". Dazu setzte Google einen zusätzlichen dreifachen Puffer um, damit der Prozessor, Grafikprozessor und das Display unabhängig voneinander arbeiten können. Zudem sollen Animationen mit dem Betriebssystem nun mit 60 Bildern pro Sekunde laufen und der Touchscreen schneller auf Ereignisse reagieren können.

Auch zahlreiche Apps und Dienste von Android hat das Unternehmen verbessert. So können Anwender nun die Kamera-App besser steuern und haben direkten Zugriff zum Teilen in sozialen Netzwerken. Die Widgets lassen sich nun besser anpassen und auch die Benachrichtigungen können von App-Entwicklern besser angesteuert und grafisch aufgearbeitet werden.

Die Spracherkennung hat Google stark komprimiert und direkt mit in die Firmware gepackt. So ist es nicht mehr nötig, dazu auf das Internet zuzugreifen. Jedoch zeigte Google auch eine überarbeitete Version seiner Sprachsuche, die sich stark an dem Sprachassistenten Siri von Apple orientiert. Die abgefragten Daten werden dazu schnell aufgearbeitet und mithilfe der vor kurzem eingeführten Technologie "Knowledge Graph" und Diensten wie Wikipedia oder der Google-Suche übersichtlich auf dem Smartphone-Display angezeigt.

Google now hilft beim Fahren und Terminieren



Mit Google now zeigte der Konzern außerdem eine Funktion, mit der insbesondere ortsbezogene Daten in verschiedenen Reitern dargestellt werden. Dabei berechnet Google beispielsweise anhand von Verkehrsdaten einen schnelleren Weg zur Arbeit oder zeigt die nächste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Bei Verabredungen aus dem Adressbuch wird der Anwender rechtzeitig darüber informiert, wann er sich auf den Weg machen muss. Auf interessante Plätze weist Google now direkt beim Vorbeigehen hin. Auch Sportergebnisse werden mit dem Tool angezeigt. Einige Werkzeuge wie Währungsumrechnung, Ortszeit und Übersetzung runden das Paket ab.

Android 4.1 soll bereits ab Mitte Juli over the Air (OTA) an die ersten Geräte ausgeliefert. Welche Modelle das Update erhalten werden, geben die entsprechenden Hersteller dann üblicherweise selbst bekannt. Die Entwicklungstools (SDK) stehen ab sofort bereit. Außerdem stellte Google ein "Platform Development Kit" (PDK) für Hersteller vor. Dieses soll künftig bei jeder neuen Version zwei bis drei Monate vor der offiziellen Veröffentlichung vergeben werden. "Jelly Bean" wurde bereits an einige Hersteller vor wenigen Wochen verteilt.

Google Nexus 7: Kindle-Konkurrent für 199 Dollar



Das bereits im Januar angekündigte 7-Zoll-Tablet Nexus 7 hat das Unternehmen ebenfalls vorgestellt. Die meisten Gerüchte und selbst einige Bilder vom Vorfeld haben sich bewahrheitet: Die Auflösung des Touchscreens beträgt 1.280 mal 800 Pixel. Im Innern arbeitet der Quadcore-Prozessor Nvidia Tegra 3 sowie eine 12-Kern-GPU. Das 340 Gramm leichte Tablet bietet außerdem Bluetooth, WLAN sowie einen NFC-Chip. Laut Hersteller Asus verspricht der Akku eine neunstündige Video-Wiedergabe.

Android 4.1 wird bereits vorinstalliert sein. Google erwähnte außerdem Chrome als Standard-Browser, Google-Maps mit Offline-Funktion sowie Google Currents. Als Seitenhieb auf Amazons Kindle Fire hob das Unternehmen besonders die Nutzung des Tablet zum Lesen von Büchern und Zeitschriften sowie das Abspielen von Musik und Videos hervor. Letzteres ist allerdings nicht in Deutschland verfügbar.

Das Google Nexus 7 kostet wie erwartet 199 US-Dollar und kann ab heute im Google Play Store vorbestellt werden. In den USA, Kanada und Australien soll das Tablet bereits Mitte Juni ausgeliefert werden. Weitere Länder sollen später folgen.

Mirko Schubert

 

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