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25.03.2011

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Google: Quellcode von Android 3.0 Honeycumb bleibt vorerst geheim

Google: Quellcode von Android 3.0 Honeycumb bleibt vorerst geheim
Empörung unter der Open-Source-Gemeinde und einigen Software-Entwicklern: Google will den Quellcode seines mobilen Betriebssystems Android 3.0 vorerst unter Verschluss halten. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass es sich bei "Honeycomb" bislang nur um eine auf Tablets optimierte Version handle, die noch nicht für Smartphones geeignet sei.

Bislang betonte Google immer wieder, dass es sich bei dem mobilen Betriebssystem Android um Open Source handle. Damit grenzte sich das Unternehmen von der Konkurrenz wie etwa Apple, RIM und Microsoft ab. Sobald eine neue Version des Android-Betriebssystems fertig entwickelt wurde, veröffentlichte Google deshalb bislang den Quellcode, damit Gerätehersteller und Software-Entwickler ihre Apps oder gar das Betriebssystem selbst anpassen konnten.


Quellcode gibt es nur für Tablet-Hersteller



Mit der Veröffentlichung der Version 3.0 "Honeycomb" scheint jetzt erst einmal damit Schluss zu sein. Wie Google nun ankündigte, bleibt der Quellcode der speziell auf Tablets angepasste Version vorerst geheim. Als Grund nannte das Unternehmen die Tatsache, dass die Version 3.0 noch nicht an Smartphones angepasst sei. Großen Geräteherstellern wie Motorola, Samsung, HTC und Dell steht der Quellcode aber weiter zur Verfügung. Zugang erhält auch jeder Hersteller, der Google schriftlich versichert, dass er das mobile Betriebssystem nur auf Tablet-PCs einsetzen wird.

Kleinere Software-Entwickler, die den Lizenzbestimmungen von Google Android 3.0 nicht entsprechen, bleiben außen vor. Sie befürchten, dass die neue Regelung sie noch weiter im Wettbewerb zurückwerfen werden. Entwarnung kann allerdings trotzdem gegeben werden: Android soll auch weiterhin Open Source bleiben. Die Geschäftsstrategie von Google hat sich also nicht grundlegend verändert. Der Quellcode werde nur so lange zurückgehalten, bis es auch eine für Smartphones geeignete Version gebe.

Honeycomb unter Zeitdruck entstanden



Da Android bislang für die größeren Displays von Tablets nicht sonderlich geeignet war, optimierte Google das mobile Betriebssystem mit der Version 3.0 auf die neue Gerätekategorie und stellte sie auf der diesjährigen Consumer Electronics Show im Januar vor. Aus Zeitgründen wurden bei "Honeycomb" vorerst keine Smartphones berücksichtigt, um mit den ersten Geräten wie etwa dem Motorola Xoom noch vor dem Verkaufsstart des iPad 2 in den Handel zu kommen.

Links zum Artikel:
Businessweek (Quelle)

Mirko Schubert