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02.04.2012

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Google verdient mehr an iPhone-Diensten als mit Android

Google verdient mehr an iPhone-Diensten als mit Android
Der Suchmaschinengigant Google hat in den vergangenen Jahren bedeutend weniger am eigenen mobilen Betriebssystem Android verdient als durch Werbeeinnahmen und eigene Dienste unter iOS-Geräten wie dem Apple iPhone. Das berichtet die britische Zeitung Guardian.

Google hatte bisher nie veröffentlicht, wieviel das Unternehmen an Android verdient. Durch ein Angebot an Oracle konnte der Guardian nun erste Zahlen errechnen. Dabei wurden zwischen 2008 und Ende 2011 lediglich 550 Millionen Dollar mit dem eigenen mobilen Betriebssystem erwirtschaftet.

Vierfache Einnahmen auf iOS-Gräten



Das entspräche etwas über 10 US-Dollar pro Android-Gerät und Jahr. Anders sehe es auf iOS-Geräten wie etwa dem Apple iPhone aus: Die darauf eingebetteten Google-Dienste wie Google Maps, die Google-Suche in Safari sollen durch Werbeeinnahmen insgesamt etwa viermal so viele Gewinne abwerfen wie die Android-Geräte.

Oracle wirft Google Patentverstöße wegen der Nutzung von Java auf den Android-Smartphones vor. Das Unternehmen hatte Sun Microsystems übernommen und daher auch die Patente an Java erworben. Google hingegen argumentiert, das Sun andere Firmen dazu ermutigt hat, Java auf verschiedenen Platformen zu nutzen. Android soll eine gute Möglichkeit für Sun gewesen sein, für die Entwicklungsumgebung zu werben.

Nur 243 Millionen US-Dollar in zwei Jahren eingenommen



Um den Prozess außergerichtlich zu klären, hatte Google Oracle im Dezember 2012 angeboten, 0,5 Prozent seiner Einnahmen durch Android bis Dezember 2012 sowie 0,015 Prozent bis April 2018 als Ausgleich zu zahlen. Insgesamt wären die 2,8 Millionen US-Dollar. Der Guardian geht davon aus, dass Android von Ende 2008 bis Ende 2011 etwa 243 Millionen Dollar erwirtschaftet hat.

Eine Einigung zwischen Oracle und Google steht jedoch noch aus. Zuletzt hatte Oracle das Angebot des Unternehmens abgelehnt. Ein Gerichtstermin vor dem Bezirksgericht in Nordkalifornien ist für den 16. April 2012 angesetzt.

Link zum Artikel:
Guardian (Quelle)

Mirko Schubert