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14.05.2001

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Gratis-Infodienste per SMS bieten zu wenig Informationsgehalt

Gratis-Infodienste per SMS bieten zu wenig Informationsgehalt
Jeder Handybesitzer hat eine kleine elektronische Zeitung in der Hemdentasche: SMS-Infodienste senden ihren Abonnenten aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Sport aufs Mobiltelefon. Die Zeitschrift connect hat für ihre aktuelle Ausgabe (17.05.2001) gebührenpflichtige und kostenlose Infoservices sowie die Info-Channels der Netzbetreiber getestet. Kriterien des Tests waren die Bandbreite und Anzahl der verfügbaren Channels, die Qualität und Aktualität der SMS-Infos sowie die Übersichtlichkeit beim Bestellvorgang auf der Homepage des Anbieters. Fazit des connect-Tests: Werbefinanzierte Dienste können mit dem Service und der Qualität der kostenpflichtigen Anbieter nicht mithalten.

Das Problem der Gratis-Nachrichten ist die obligatorische Werbebotschaft am Ende der SMS. Diese schmälert den Info-Gehalt der ohnehin auf 160 Zeichen begrenzten Texte. Die Infos von www.12sms.de, der connect-Empfehlung unter den kostenlosen Services, waren stets aktuell, fielen aber auf Grund der angehängten Werbung etwas knapp aus. Als insgesamt unzuverlässig erwies sich der Infodienst von Yahoo. Nur Wetterinfos landeten im Test auf dem Handy, die bestellten Börsen- und Fußballnews blieben auf der Strecke. Auch der Service des Anbieters www.SMS-Infowelt.de schnitt im connect-Test schlecht ab. Nur eine News-SMS traf beim Test-Team ein, dafür umso mehr Werbe-Mails.

Wesentlich ausführlicher und informativer überzeugten im Test die werbefreien Angebote. Abgerechnet wird über credits, die per Guthabenkarte aus dem Kaufhaus, per Handy oder Kreditkarte gekauft werden. Doch auch hier leisteten sich die Anbieter Schwächen. connect empfiehlt den Bezahl-Service von www.iobox.de.

Die Channels der Netzbetreiber sind zwar mit 29 bis 39 Pfennig pro SMS recht teuer, aber dafür kommen die News in der Regel ausführlich und aktuell aufs Handy. Der Gesamt-Testsieger D2-Vodafone zeichnete sich in diesem Bereich besonders aus. Ebenso informativ war das Angebot von Viag-Interkom. E-Plus und T-D1 leisteten sich hingegen Schwächen im Politik-Bereich.