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19.08.2011

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HP stellt Produktion von webOS-Smartphones und -Tablets ein

HP stellt Produktion von webOS-Smartphones und -Tablets ein
Der weltgrößte Computer-Hersteller Hewlett-Packard hat am gestrigen Donnerstag bekanntgegeben, dass das Unternehmen Abschreibungen im Wert von 100 Millionen US-Dollar vornehmen muss. Da die finanzielle Lage insbesondere auf die schleppenden Verkäufe des Tablets HP TouchPad zurückzuführen sei, soll die Produktion der Smartphones und Tablets eingestellt werden.

Der Anteil von HP auf dem weltweiten Smartphone- und Tablet-Markt beläuft sich gerade einmal auf etwa ein Prozent. Zudem entwickelte sich auch der Verkaufsstart des Tablets HP TouchPad auch nicht zum Erfolg. So verkaufte etwa die amerikanische Supermarkt-Kette Best Buy in den ersten sechs Wochen gerade einmal 25.000 Stück. Weitere 240.000 Geräte lagen im Lager bereit, gingen jedoch nicht über den Ladentisch.

Erfolg nur durch weitere Investitionen



Deshalb kündigte das Unternehmen nun an, dass ab Oktober 2011 keine weiteren Smartphones und Tablets mehr produziert werden. Man habe einen Fehler begangen, im April 2010 den Smartphone-Pionier Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar aufzukaufen. Die Finanzchefin Cathy Lesjak erklärte dazu, dass HP jetzt die Notbremse ziehe, da das Geschäft weitere Milliarden-Investitionen erfordert hätte, ohne dass es sicher sei, das Geld jemals wiederzusehen.

Bislang heißt es, dass die Händler die bereits bestellten Geräte wieder zurückgeben werden. Auch ist noch nicht bekannt, ob bereits bestellte Geräte zurückgezogen oder noch ausgeliefert werden. Im HP-Shop wurde jedoch beispielsweise das Smartphone HP Veer von 400 Euro auf etwa 180 Euro gesenkt. Auch der Mobilfunkanbieter O2 bietet das HP Veer weiterhin noch an.

Debatte über webOS-Vertrieb gestartet



Unklar bleibt außerdem, ob das Unternehmen auch das mobile Betriebssystem webOS einstellt. Möglich wäre auch, dass webOS für andere Hersteller freigegeben wird. So berichten einige amerikanische Blogs, dass HP derzeit nach Möglichkeiten suche, Lizenzen für das Betriebssystem zu verkaufen. So könne HP webOS zwar weiterentwickeln, die Produktion der Hardware aber anderen Herstellern überlassen. Bei einem derzeitigen Marktanteil von zwei Prozent stehen die Chancen jedoch schlecht, einen lukrativen Abnehmer für webOS zu finden.

Links zum Artikel:
AppleInsider (Quelle)
This is my next (Quelle)

Mirko Schubert