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17.04.2001

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Halbseidene Methoden bei Festnetz-Vertragsabschlüssen

Halbseidene Methoden bei Festnetz-Vertragsabschlüssen
Wer schon einmal ein Zeitschriften-Abonnement oder Versicherungsvertrag an der Haustür oder am Telefon abgeschlossen hat, ist wahrscheinlich schon einmal mit einem Drücker zusammengetroffen. So etwas kann inzwischen auch bei der Telekommunikation passieren. Im harten Wettbewerb um Marktanteile, das berichtet die Zeitschrift connect in der aktuellen Ausgabe (19.04.2001), beauftragen einige Telefongesellschaften spezielle Vertriebsfirmen und private Call-Center, um Kunden an der Haustür oder am Telefon zum Wechsel oder Abschluss zu überreden.

So traten Vertragsvermittler teilweise sogar als Mitarbeiter der Telekom auf und Gaben vor die letzte Telefonrechnung überprüfen zu wollen. Danach füllten Sie aber einen Freischaltungsauftrag eines anderen Anbieters aus und ließen den Kunden eine angebliche Jahres-Endabrechnung der Telekom unterschreiben. Erst bei der neuen Rechnung entdeckte das Opfer den Wechsel zur anderen Telefongesellschaft. In einem anderen Fall wurden Handy-Kunden angerufen und ihnen ein "Geschenk" offeriert: Bei allen mit Null beginnenden Nummern über das Telekom-Festnetz übernehme ihr Mobilfunk-Anbieter ab sofort die Hälfte der Kosten. Dahinter verbarg sich aber eine Tarifoption, bei dem der Mobilfunkvertrag mit einem Preselection-Angebot kombiniert wird. In einigen Fällen wurden die Kunden sogar auf den Kombinationstarif umgestellt, obwohl Sie das "Geschenk" ausdrücklich abgelehnt hatten. Auch falsche Auskünfte bei Auslandsgesprächen sind nicht unüblich. Kunden bezahlten zum Teil rund tausend Mark mehr als bei Ihrem alten Vertrag.

Die Zeitschrift connect und die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg raten: Schnell reagieren und Widerspruch einlegen. Wer zu lange wartet, gibt seine stillschweigende Zustimmung. Werbeanrufe ohne vorheriges Einverständnis, auch "Cold Calling" genannt, sind in Deutschland wettbewerbswidrig. Für Haustürgeschäfte gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, dass im Vertrag gesondert unterschrieben werden muss. Ansonsten verlängert sich die Frist.

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