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31.08.2010

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Handy-Diebstahl weit verbreitet

Handy-Diebstahl weit verbreitet
Mehr als 10 Millionen Deutschen ist schon einmal ihr Handy abhanden gekommen. Rund 7 Millionen haben ihren mobilen Begleter verloren (12 Prozent aller deutschen Handy-Besitzer) und 4 Millionen wurden Opfer eines Diebstahls (7 Prozent). Rund 1,2 Millionen Handy-Besitzern ist sogar schon beides passiert: Ihnen wurde ein Handy gestohlen und sie haben ein Gerät verloren.

Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom. Der Verband gibt Tipps, welche Vorkehrungen getroffen werden sollten und was man im Falle des Verlusts tun sollte.

Zuerst das eigene Handy anrufen

Es empfiehlt sich immer, zuerst das eigene Handy anzurufen. Nur in den seltensten Fällen wurde ein Handy tatsächlich verloren oder gestohlen, falls es einmal nicht gefunden werden kann. Wer sein Handy zu Hause, im Auto und am Arbeitsplatz immer an der gleichen Stelle aufbewahrt, muss seltener auf die Suche gehen. Ist das Handy tatsächlich verloren gegangen, besteht die Chance, dass ein ehrlicher Finder das Gespräch entgegennimmt.

SIM-Karte sofort sperren lassen

Hat man damit keinen Erfolg, sollte sofort die Handy-SIM-Karte gesperrt werden. Dadurch wird verhindert, dass Unbefugte auf Kosten des Anschluss-Inhabers telefonieren. Zudem könnten Diebe das Telefon für kriminelle Zwecke verwenden. Für die Sperrung haben die Mobilfunkanbieter Service-Rufnummern eingerichtet. Diese Nummern sind auf den Internetseiten der Anbieter sowie in den Vertragsunterlagen zu finden. Alternativ ist eine Sperrung über die Online-Kundenportale möglich.

Unterlagen für das Sperren der SIM-Karte bereithalten?

Meist sind folgende Angaben nötig: die Handyrufnummer und die SIM-Kartennummer oder ein Kundenkennwort. In der Regel finden sich diese Angaben in den Vertragsunterlagen. Die Kartennummer ist auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. Es ist ratsam, die notwendigen Daten rechtzeitig zu notieren und für den Notfall griffbereit zu halten. Für die Sperrung der alten und die Zusendung einer neuen SIM-Karte fallen im Normalfall Kosten zwischen 20 und 30 Euro an.

Polizei und Fundbüro einschalten

Zu den Informationen, die man am besten direkt nach dem Kauf notiert, zählt die "International Mobile Equipment Identity" (IMEI). Mit dieser Seriennummer kann das Handy eindeutig identifiziert und dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden - z.B. wenn das Telefon im Fundbüro abgegeben wird. Die 15-stellige Nummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku. Manche Handys zeigen die IMEI-Nummer auch unter dem Menüpunkt Telefoneinstellungen an. Einfacher ist es, die Tastenkombination "Stern-Raute-Null-Sechs-Raute" (*#06#) einzutippen. Dann erscheint die IMEI im Display.

Versicherung kontaktieren

Die Hausratversicherung zahlt in speziellen Fällen, etwa wenn das Telefon bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn das Handy mitsamt Wohnung einem Brand zum Opfer gefallen ist. Sie springt ebenfalls bei Raubüberfällen ein, wenn die Herausgabe des Handys mit Gewalt erzwungen wurde. Der Überfall muss der Polizei gemeldet werden. Wem dieser Schutz nicht ausreicht, sollte spezielle Handy-Versicherungen prüfen.

Daten auf dem Smartphone löschen

Die mit einem Computer vergleichbaren Smartphones haben gegenüber herkömmlichen Handys einen entscheidenden Vorteil: Bei einem Verlust kann man selbst aus der Ferne auf sie zugreifen und beispielsweise persönliche Daten löschen. Für das Fernlöschen gibt es spezielle Apps, die auf dem Smartphone installiert sein müssen. Bei manchen Handy-Betriebssystemen sind ähnliche Funktionen bereits vorhanden, müssen aber aktiviert werden.

Das Guthaben von Prepaid-Karten bleibt erhalten

Beim Verlust eines Prepaid-Handys mit SIM-Karte bleiben sowohl die Handynummer als auch das Guthaben der Prepaid-Karte bestehen. Diese Informationen sind nicht auf der SIM-Karte selbst, sondern beim Mobilfunkanbieter gespeichert.

Vorsorge 1: Sperrfunktion des Handys

Die automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion ist für den Eigentümer des Mobiltelefons ein sehr zweckmäßiger Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte. Diese Funktion sorgt dafür, dass sich das Handy nach kurzer Ruhephase selbst sperrt und erst nach Eingabe einer Geheimnummer wieder genutzt werden kann.

Vorsorge 2: Datensicherung

Damit beim Verlust des Handys nicht alle auf dem Gerät gespeicherten Kontakte, Termine, Fotos oder Geburtstage komplett verloren gehen, sollten die Daten regelmäßig außerhalb des Mobiltelefons gesichert werden. Dafür gibt es spezielle Software, mit der sich die persönlichen Daten zwischen Handy und Computer synchronisieren lassen. Online-Dienste wie www.mobical.net, www.memotoo.com oder www.vodafone360.com speichern die Informationen im Internet und erlauben es, von unterwegs darauf zuzugreifen.