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17.12.2010

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Handy-Experiment: Können Handys bald Emotionen übertragen?

Handy-Experiment: Können Handys bald Emotionen übertragen?
In Berlin wurde auf der Technologie- und Ideenkonferenz TEDexBerlin ein neues Konzept für Mobiltelefone vorgestellt, das es ermöglicht, auch Emotionen haptischer Art übertragen zu können. Das von einem Interface-Designer entwickelte Feature soll Berührungen oder Küsse von einem zum anderen Handy versenden können. Das Projekt wird bisher noch auf einem Prototyp getestet und befindet sich noch in der Startphase.

Die Idee, auch Gefühle haptisch von einem Handy auf das andere zu übertragen, besteht schon seit Beginn der Kommunikation via Telefon. Das Fehlen dieser Komponente der Kommunikation wird von vielen Nutzern auch als Mangel der Telefonie empfunden. Fabian Hemmert, Mitarbeiter der Technischen Universität Berlin, testet aktuell drei verschiedene Handy-Prototypen, die auch Küsse oder ein Hauchen übermitteln sollen.

Der erste Prototyp überträgt den Druck, den die Hand auf das Gerät ausübt. Das Gegenüber soll demnach diesen Händedruck beim Telefonieren verspüren. Beim zweiten Versuch handelt es sich um die Übertragung von Küssen. In das Handy ist ein feuchtes Schwämmchen eingebaut, das gegen eine Membran drückt, wenn es aktiviert wird und so einen Kuss bei der angerufenen Person simulieren soll.

Beim dritten Versuch wird versucht, ein Hauchen oder Wind per Handy zu übertragen. Dieser Hauch wird beim Empfänger am Halsbereich spürbar. Flüstern kann auf diese Weise am Handy direkt erlebbar werden.

Der Forscher Fabian Hemmert bekräftigt bisher noch, dass es sich um Prototypen handele, die in erster Linie experimentellen Charakter hätten. Laut seiner Aussage sollen die Versuche eine Vorahnung davon geben, wie Kommunikation in der Zukunft aussehen könnte.

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