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06.08.2001

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Handy-Strahlung: Grenzwerte müssen sinken

Handy-Strahlung: Grenzwerte müssen sinken
Die bestehenden Vorschriften für Handy-Strahlung sind zu lasch und sollten daher verschärft werden. Das hat der Strahlungsexperte Hartmut Voigt vom Ecolog-Institut in Hannover gefordert. Zwar gebe es derzeit noch keine einheitliche Position der Wissenschaft zu dieser Frage, erklärte der Physiker in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger". So beharrten die einen darauf, dass bei Einhaltung der Grenzwerte keine Beweise für Gesundheitsgefahren vorliegen. Andererseits gebe es klare Hinweise auf biologische Effekte, die durch die Strahlung ausgelöst werden. Solche Effekte seien unter andserem die Beeinflussung des Lernverhaltens, die Ausschüttung von Stresshormonen und Veränderungen im Erbgut. "Unser Dilemma: Wir wissen nicht, welche Gefahren sich aus diesen Effekten ergeben", warnt Voigt. Deshalb seien die bestehenden Vorschriften aus Vorsorgesicht unzureichend. Das Ecolog-Institut sei in seinen Untersuchungen der Strahlungsrisiken zum Schluss gekommen, dass die Basisstationen für den Mobilfunk einen Wert von einem Hundertstel Watt pro Quadratmeter nicht überschreiten sollten. 80 bis 90 Prozent der bestehenden und geplanten Anlagen könnten diesen Wert schon heute einhalten, sagte der Wissenschaftler. Für die Handys selbst empfahl Voigt "als ersten Schritt einen Zielwert von 0,2 Watt". Das wäre um den Faktor zehn weniger als die geltende Empfehlung. Die heutigen Geräte schwankten zwischen 1,7 und 0,3 Watt je Kilogramm Körpergewicht. Neben der Angabe der Strahlungswerte auf den Telefonen selbst, sollten wie einst bei den Computer-Bildschirmen die strahlungsärmsten Mobiltelefone ausgezeichnet werden.

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