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06.04.2010

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Handy-Virus: Millionen chinesische Handys befallen

Handy-Virus: Millionen chinesische Handys befallen
Laut einem Bericht der Beijing Business News hat ein Handy-Virus mit dem Namen "MMS Bomber" Millionen von Handys im Reich der Mitte befallen. Das National Computer Network Emergency Response Technical Team/Coordination Center of China hat Mobilfunkanwender darauf aufmerksam gemacht, dass der Virus Smartphones mit dem Symbian-Betriebssystem S60 3rd Edition befällt.

Der Handy-Virus tarnt sich als Anwendung und baut nach der Installation automatisch Verbindung zum Internet auf, um per MMS eine bösartige URL an zufällig ausgewählte Mobilfunkteilnehmer zu verschicken. Dem unwissenden Nutzer entstehen hierdurch nicht unerhebliche Kosten.

Der Virus wurde zuerst vom Mobile Security Center von NetQin Mobile Inc. Anfang Februar enttarnt. Laut der Statistik des Unternehmens sind zum aktuellen Zeitpunkt 100.000 Handys betroffen. Der Virus verfügt zudem über eigene Abwehrmechanismen. Sobald ein Smartphone infiziert ist, setzt der Virus das Systemverwaltungsprogramm auf dem Gerät außer Kraft.

Der Handynutzer ist dann nicht mehr in der Lage, den Virus zu deinstallieren. NetQin hat jüngst die neueste, mehrsprachige Version der Software Mobile Anti-Virus 3.2 für Geräte mit S60 3rd Edition Betriebssystem eingeführt, dass den Virus erfolgreich entfernen kann.

Laut den Analysten von Gartner stellten Smartphones im Jahr 2009 14 Prozent des Gesamtumsatzes an Mobilfunkgeräten dar. Bis zum Jahr 2013 wird dieser Anteil voraussichtlich auf 38 Prozent, und der Markt für mobile Anwendungen bis 2012 auf 17,5 Milliarden ansteigen.

Laut dem jüngsten Bericht von Chetan Sharma Consulting wird zu diesem Zeitpunkt die Anzahl an Downloads mobiler Anwendungen von 7 Milliarden im Jahr 2009 auf fast 50 Milliarden ansteigen. Das explosive Wachstum mobiler Technologien und Anwendungen hat dazu geführt, dass Mobilgeräte ein immer interessanteres Ziel für Hacker darstellen und sich immer mehr mobile Sicherheitsbedrohungen im Umlauf befinden.