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29.11.2000

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Handy am Steuer erst ab Februar verboten

Handy am Steuer erst ab Februar verboten
Entgegen bisherigen Meldungen der großen Automobilclubs gilt das Telefonier-Verbot während der Fahrt erst ab 1. Februar. Bislang war stets der 1. Januar genannt worden. Hintergrund des spätereren Termins dürfte die Urlaubszeit zum Jahreswechsel sein. Allen Autofahrern, die während der Feiertage unterwegs sind, soll genügend Zeit zum Umrüsten gegeben werden.

Konkret ist festgelegt, dass Kraftfahrer während der Fahrt ihr Mobil- oder Autotelefon nicht mehr benutzen dürfen, wenn sie dafür Gerät oder Hörer in die Hand nehmen müssen. Das Verbot gilt für sämtliche Funktionen, so auch für den Wählvorgang oder das Versenden von Nachrichten.

Die Eingabe einer Kurzwahl in ein fest installiertes Gerät bleibt ebenso erlaubt wie die Anwahl durch Lenkradtasten oder Spracherkennung. Wer über keine Freisprecheinrichtung verfügt, muss künftig zum Telefonieren anhalten und den Motor ausschalten, andernfalls riskiert er ein Bußgeld.

Auch Anrufer müssen warten, wenn zum Telefonieren das Gerät in die Hand genommen werden muss. Also nur mal kurz rangehen und sagen: "Rufe gleich zurück" kann schon ein Verwarnungsgeld kosten. Anders ist es bei fest in das Fahrzeug installierten Geräten. Hier ist alles erlaubt, vorausgesetzt, das Handy muss nicht in die Hand genommen werden.

Wer ein so genanntes Head-Set verwendet, darf nach Angaben des ADAC das Handy nicht zum Telefonieren in die Hand nehmen. Abhilfe könne eine Halterung schaffen, in die das Handy eingeklinkt werde. Da durch das Head-Set das Gehör des Fahrers nicht beeinträchtigt werden darf, seien nur Systeme mit einseitigem Hörer zulässig.

Für Zweiräder, auch solche ohne Motor, gelten die gleichen Einschränkungen. Funkgeräte sind von der neuen Regelung nicht betroffen. Wer sich nicht an diese Spielregeln hält, riskiert ab dem 1. April 2001 ein Verwarnungsgeld in Höhe von 60 Mark. Radfahrer zahlen die Hälfte.