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08.02.2008

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Handynutzung: Japanische Studie findet kein erhöhtes Krebsrisiko

Handynutzung: Japanische Studie findet kein erhöhtes Krebsrisiko
Die Nutzung von Handys erhöht nicht die Gefahr, an einem Hirntumor zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer japanischen Studie, die Anfang Februar 2008 im British Journal of Cancer veröffentlicht wurde. Die japanische Forschergruppe untersuchte, ob Handynutzung die Wahrscheinlichkeit erhöht, einen der drei häufigsten Hirntumorarten zu bekommen.

Dazu werteten die Wissenschaftler Daten von 322 betroffenen Krebspatienten und 683 Personen einer Kontrollgruppe aus. Ihr Ergebnis: Auch eine intensive Nutzung des Mobiltelefons und langjähriger Gebrauch erhöhen das Erkrankungsrisiko nicht.

Die japanische Studie ist Teil des internationalen Interphone-Projektes, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Oktober 2000 startete. Interphone ist die weltweit größte Studie, die den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorerkrankungen erforscht. Forscherteams aus dreizehn Ländern gehen nach gemeinsam verfassten Untersuchungsprotokollen vor. Auf diese Weise sind die Ergebnisse vergleichbar. Das Teilergebnis aus Japan lässt noch keine Rückschlüsse auf die Gesamtauswertung des Interphone-Projekts zu. Allerdings bestätigt die japanische Studie bereits vorliegende Resultate aus anderen Ländern. Anfang 2007 veröffentlichten Großbritannien, Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen gemeinsam ihre Ergebnisse, wonach kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Hirntumoren zu finden war. Auch das deutsche Forscherteam kam zu diesem Ergebnis. Mit den Gesamtergebnissen des Forschungsprojektes ist im Laufe dieses Jahres zu rechnen.