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12.06.2001

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IT-Sicherheit scheitert nicht an den Kosten

IT-Sicherheit scheitert nicht an den Kosten
E-Commerce muss keinesfalls an hohen Ausgaben für die erforderliche Sicherheit scheitern: Kein IT-Manager braucht mehr als 15 Prozent seines Budgets für die Security auszugeben. Eine Studie von silicon.de hat das Spannungsfeld zwischen Sicherheitsstandards, Security-Budgets und E-Business-Aktivitäten beleuchtet. Fast täglich belegen neue Meldungen die zunehmende Bedrohung des Internets durch Hacker und Viren. Dieses Gefahrenpotenzial ist nicht von der Hand zu weisen - aber Sicherheit kostet die Unternehmen, die in den E-Commerce einsteigen wollen, dennoch nicht die Welt: Etwa zwei Drittel derjenigen Unternehmen, die über einen hohen Sicherheitsstandard verfügen, geben maximal 15 Prozent ihres IT-Budgets für die Sicherheit aus. Lediglich bei 4,2 Prozent der Unternehmen verschlingen Produkte und Dienstleistungen für die Sicherung der DV mehr als 20 Prozent der gesamten IT-Ausgaben. Und: Großunternehmen besitzen bei der Realisierung einer sicheren IT-Infrastruktur gegenüber dem Mittelstand einen Entwicklungsvorsprung - wenn auch nur einen leichten. Diese Zahlen ergeben sich aus einer Umfrage von silicon.de in Unternehmen aller Branchen. Mehr als 500 vollständig ausgefüllte Fragebögen geben einen detaillierten Einblick in Aktivitäten und Einschätzungen der deutschen IT-Anwender. Fast zwei Drittel der Befragten nehmen in ihren Betrieben eine leitende Position ein - als IT-Manager, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer. Die Studie enthüllt eine Vielzahl relevanter Informationen darüber, wie deutsche Unternehmen die IT-Sicherheitslage einschätzen und wie sie sich schützen: Datenverlust und Computerviren belegen die Spitzenplätze in den Bedrohungsszenarien der DV-Leiter. Antivirensoftware, Firewalls und automatische Datensicherung gehören deshalb in mehr als 80 Prozent der Unternehmen zum Standard. Sie zeigt auch, in welchem Umfang hierzulande E-Commerce bereits tägliches Brot ist. Überraschend deutlich fällt die Antwort des Mittelstandes auf die Frage nach Internet-Aktivitäten aus: Schon unter den kleinsten Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern betreiben fast zwei Drittel eine eigene Website, immerhin mehr als jedes fünfte Unternehmen dieser Kategorie verkauft schon Waren oder Dienstleistungen über das Web. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich bei diesem Thema zwischen Großunternehmen und Mittelstand. Während fast 43 Prozent der Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern an elektronische Marktplätze angeschlossen sind, steht die Mehrheit der kleineren Unternehmen noch außen vor. Bei Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern arbeiten erst 20 Prozent mit elektronischen Marktplätzen zusammen.