News

 

29.04.2011

4phones.de auf Twitter Dieser Artikel als Druckversion 

Im Test: Nützliche iPad-Apps für das Büro

Im Test: Nützliche iPad-Apps für das Büro
Nicht nur zum Spielen oder zur Unterhaltung eignet sich das Apple iPad. Zahlreiche Apps helfen Angestellten und Selbstständigen im Büro, Dokumente anzufertigen, Termine und Aufgaben zu verwalten oder die Arbeitszeit zu erfassen. 4phones.de stellt Ihnen die interessantesten Büro-Anwendungen für das iPad vor.

Office-Suite: Pages, Numbers und Keynote



Bereits zum Start des ersten iPads hatte Apple seine Office-Suite iWork für den Mac auf das Tablet gebracht. Im App Store kann der Nutzer die Apps Pages, Numbers und Keynote für je 7,99 Euro einzeln erwerben. Bei Pages handelt es sich um ein Schreibprogramm, Numbers ist die Tabellenkalkulation und mit Keynote können Anwender Präsentationen erstellen.

Apple hat bei den Apps die meisten Funktionen der gleichnamigen Desktop-Versionen integriert. So wurden beispielsweise einige Vorlagen übernommen. Tabellen, Diagramme und Formen stehen im Textprogramm genauso zur Verfügung wie etwa die intuitive Verknüpfung mehrerer Tabellen in Numbers oder die zahlreichen Effekte für Keynote.

Doch auch einige Fehler der Desktop-Version hat das Unternehmen in die Apps integriert. Zwar unterstützt iWork grundlegend Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien, jedoch klappt der Import und Export nicht immer wie gewünscht. Zudem hat Apple noch nicht die neue AirPlay-Funktion für Keynote integriert. Anwender, die ihre Präsentationen auf dem Beamer oder Fernseher darstellen möchten, müssen nach wie vor auf einen VGA- oder HDMI-Adapter zurückgreifen.

Der Austausch der fertigen Office-Dokumente erfolgt direkt über iTunes. Jedoch kann der Nutzer die Daten auch auf iwork.com hochladen, mit einem MobileMe-Account auf iDisk kopieren, WebDAV nutzen oder sie gar per E-Mail versenden.

Schlicht und einfach schreiben: Essay



Wer gern und viel auf dem iPad schreibt oder wem die vielen Funktionen von Pages stören, kann auf die App "Essay" zurückgreifen. Die Oberfläche der Applikation zeigt sich in einem minimalistischen Design. Auf einfache Textformatierungen kann der Nutzer dennoch schnell zugreifen. Im Vollbildmodus hingegen kann er sich ohne störende Elemente auf den Text konzentrieren.

Auch auf Links kann der Anwender in Essay verweisen, die dann im eingebauten Browser aufgerufen werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit einem Link auf andere Dokumente zu verweisen. So kann der Nutzer auch ein eigenes Wiki aufbauen. Die Texte werden als HTML-Dokument abgespeichert, so dass auch interne und externe Links weiter verwendet werden können.

Die Synchronisation erfolgt hier über den Dienst Dropbox, der als Onlinespeicher und Austauschplattform dient. Somit braucht der Nutzer das iPad zum Abgleich nicht extra mit dem PC oder Mac zu verbinden und kann mit einem iPad mit UMTS-Modul selbst unterwegs seine Dateien extern sichern. Essay kostet derzeit 2,39 Euro und ist sowohl für das iPad als auch für das iPhone konzipiert.

Aufgabenverwaltung deluxe: Things



Auch Aufgaben und Termine müssen häufig im Büro verwaltet werden. Während Termine problemlos über den Kalender des iPads gepflegt werden können, hat es der Nutzer bei Aufgaben schon etwas schwerer. Hier bieten zahlreiche Drittanbieter To-Do-Apps an. Eine sehr gute Lösung bietet Cultured Code mit der App "Things" an.

Things wurde ursprünglich als Aufgabenverwaltung für den Mac konzipiert, hat aber schnell Einzug auf das iPhone und iPad gehalten. Die mit der App angelegten Aufgaben können nicht nur einem Termin zugeordnet werden, sondern lassen sich auch mit Tags und Notizen versehen. Geschäftliche Nutzer können zudem auch einzelne Projekte und Themenbereiche anlegen und die entsprechenden Aufgaben zuordnen. Auch sich wiederholende Termine können angelegt werden.

Die Synchronisation erfolgt über ein WLAN-Netz mit der zugehörigen Desktop-Anwendung. Sie startet sofort, wenn beide Programme geöffnet sind. Windows-Nutzer bleiben jedoch bei der Synchronisation außen vor. Ein entscheidender Nachteil von Things ist der Preis, denn wer mehrere Apple-Geräte hat, muss sich die App oder das Programm für jedes einzeln kaufen. Things kostet für das iPad derzeit 15,99 Euro und für das iPhone 7,99 Euro. Für 39,99 Euro bekommt der Anwender das Programm für den Mac direkt im Mac App Store.

Dateien verwalten ohne Jailbreak: GoodReader



Kritiker des iPads und des dazugehörigen mobilen Betriebssystems iOS bemängeln häufig den fehlenden Zugriff auf die Dateistruktur des iPads oder iPhones. Die einzelnen Apps bekommen ihren eigenen Speicherraum, aber einen Zugriff auf die Dateien des Betriebssystems erhält der Nutzer nicht. Auch der Austausch zwischen Apps verhält sich in einigen Fällen schwierig. Auch das Herunterladen von Dateien über den Safari-Browser des iPads ist nicht möglich.

Abhilfe schafft vor allen Dingen die App "GoodReader", die eigentlich auf jedes iPad gehört. Dabei stellt Die App hauptsächlich Speicher für die eigenen Daten zur Verfügung. Da die wichtigsten Apps bereits den GoodReader im "Öffnen mit..."-Menü unterstützen, werden die an die Anwendung geschickten Daten dort sicher gespeichert.

Neben der obligatorischen Vorschau können die Daten in Ordner organisiert, mit einem Passwort geschützt oder umbenannt werden. Auch das Erstellen von Textdateien oder das Zusammenfassen von mehreren Dateien mit dem integrierten ZIP-Programm ist möglich.

Hinzu kommen die umfangreichen Download- und Synchronisationsmöglichkeiten: Um Dateien aus dem Internet herunter zu laden, kann der Nutzer entweder den integrierten Browser nutzen oder die Download-URL direkt eingeben. Die Synchronisation erfolgt hingegen entweder direkt über eine WLAN-Verbindung oder über zahlreiche Dienste wie E-Mail-Servern, iDisk, Google Docs, Dropbox, SugarSync, box.net, einem WevDAV-, FTP- oder SFTP-Server. GoodReader kostet 3,99 Euro für das iPad, iPhone-Nutzer müssen dies noch einmal extra zahlen.

Arbeitszeit, Kunden und Rechnungen: Studiometry Touch



Gerade Selbstständige müssen häufig die tatsächliche Arbeitszeit errechnen und sie in ihren Rechnungen berücksichtigen. Auch dafür gibt es Apps im App Store - wie etwa Studiometry Touch. Studiometry ist eigentlich ein Programm für den Mac und PC, das mit etwa 250 US-Dollar inklusive Account für den integrierten Webservice nicht gerade günstig ist. Die dazugehörige iPad-App ist zwar kostenlos, um sie aber mit dem Webservice zu verbinden werden zusätzlich 39 Dollar pro Jahr fällig. Jedoch funktioniert die App in vielen Fällen auch ohne die Verbindung zum Dienst.

Mit Studiometry Touch können die eigenen Kunden und Projekte verwaltet werden. Über den dazugehörigen Dienst können auch mehrere Angestellte die App nutzen. Mit entsprechenden Timern erfasst das Programm die Arbeitszeit und speichert sie je nach Kunde und Projekt ab. Selbst die entsprechenden Rechnungen können damit erstellt werden. Jedoch ist diese Funktion in Europa nicht praktikabel, da sich die Währung von US-Dollar nicht auf Euro umstellen lässt.

Links zum Artikel:
Pages im App Store
Numbers im App Store
Keynote im App Store
Essay im App Store
Things im App Store
Goodreader for iPad im App Store
Studiometry Touch im App Store

Mirko Schubert