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28.01.2010

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Innovation statt Quantität: Nokia verringert Modell-Palette

Innovation statt Quantität: Nokia verringert Modell-Palette
Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia hat angekündigt, weniger neue Handys zu produzieren und stattdessen den Fokus auf außergewöhnliche Mobiltelefone zu setzen. Auch wenn Nokia immer noch Weltmarktführer für Handys ist, reagiert das Unternehmen mit der Strategieänderung auf sinkende Marktanteile.

Die neue Vorgehensweise zeigt sich bereits im laufenden Geschäftsjahr, denn Nokia möchte die Zahl von bisher 50 geplanten neuen Handymodellen deutlich reduzieren, wie es ein Manager in einem Interview mit der Wirtschaftswoche ankündigte.

Strategieänderung bei Nokia

Die Straffung des Sortiments bedeutet gleichzeitig eine einschneidende Änderung der Marketingstrategie, ging man bisher bei Nokia noch davon aus, der steigenden Konkurrenz durch Apple und andere mit einer großen Zahl an neuen Mobiltelefonen begegnen zu können. Doch diese Strategie verhinderte weder den sinkenden Marktverlust noch die zunehmende Beliebtheit Apples im Handysegment. Schließlich hat man sich in der Führungsebene bei Nokia nun darauf geeinigt auf Klasse statt Masse zu setzen und zukünftig das Augenmerk auf einzigartige Handys zu legen.

Die Ankündigung, dass die Produktpalette reduziert werde, ist nicht neu, denn schon im Dezember 2009 gab es Berichte, wonach Nokia sein Angebot an Smartphones halbieren wolle. Auch in diesem Bereich wurde der steigende Druck durch Konkurrenten HTC, Apple, Blackberry oder Samsung spürbar.

Spitzenposition bis jetzt unangefochten

Die kürzlich vom renommierten Statistik-Dienstleister ComScore veröffentlichen Zahlen zur Handynutzung in Deutschland belegen, dass Nokia hier auch weiterhin die Spitzenposition einnimmt. Von den 51 Millionen Handynutzern besitzen 35,4 Prozent ein Handy des finnischen Herstellers. Die Plätze zwei und drei nehmen Sony Ericsson und Samsung ein. Nokia konnte den Marktanteil im Vergleich zum dritten Quartal noch um 0,3 Prozentpunkte ausbauen.

Auch Nokias Smartphone-Betriebssystem Symbian besetzt mit einer Verbreitung von 58,8 Prozent die Pole-Position und liegt damit fast unangefochten an der Spitze vor Windows Mobile von Microsoft mit 18,4 Prozent und Apple mit 15,4 Prozent.

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