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02.04.2001

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Insolvenzen: Call-by-Call in Gefahr

Insolvenzen: Call-by-Call in Gefahr
Düstere Aussichten für den deutschen Call-by-Call-Markt. Kaum haben sich die Firmen mit der Telekom über die künftige Bezahlung der Rechnungslegung geeinigt, ziehen neue Wolken am Telekom-Himmel auf. Riesige Schulden könnten einige Anbieter in die Pleite treiben.

So drohe mehreren Firmen das Aus, weil sie ihre Schulden bei der Deutschen Telekom nicht mehr bezahlen können, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Hintergrund: Da die Konkurrenzunternehmen zumeist kein eigenen Telefonnetz besitzen, müssen sie beim Ex-Monopolisten Leitungen mieten.

Nach Angaben des Magazins stehen mehrere Unternehmen, darunter beispielsweise Teldafax, Callino oder RSL Com, mit einer Gesamtsumme von rund einer halben Milliarde Mark bei dem Bonner Konzern in der Kreide. Gut die Hälfte der Summe sei inzwischen sogar in der dritten Mahnstufe. Deshalb wolle die Telekom säumige Unternehmen in den nächsten Wochen konsequent abschalten.

Dem Marburger Telefonanbieter Teldafax habe die Telekom eine solche Maßnahme bereits angekündigt, schreibt das Blatt. Der Schuldenstand des Unternehmens bei der Telekom betrage mehr als 85 Millionen Mark. Sollte bis Anfang der Woche nicht zumindest ein Teil davon beglichen sein, werde man die Leitungen kappen. Ähnlich sei die Telekom vor einigen Wochen bereits bei dem Frankfurter Anbieter Star Telecom verfahren.

Die Zahlungsschwierigkeiten resultieren teilweise aus den Finanzproblemen der ausländischen Muttergesellschaften der deutschen Firmen. Jüngste Beispiele sind Callino und RSL Com.

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