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22.08.2001

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Internet-Missbrauch: Unternehmen verlieren Milliarden

Internet-Missbrauch: Unternehmen verlieren Milliarden
In Deutschland nutzen nahezu alle Unternehmen Internet und E-Mail, aber nur in der Hälfte der Firmen gibt es Regeln für den Umgang mit der modernen Kommunikationstechnik. Dadurch entsteht ein Schaden in Milliardenhöhe. Laut Sterling Commerce wird in Deutschland für 103,7 Milliarden Mark privat im Büro gesurft. Die EU-Kommission hat außerdem errechnet, dass durch unerwünschte Werbe-Mail, Kosten von weiteren 19,6 Milliarden Mark pro Jahr entstehen. Derzeit haben in Deutschland 22 Prozent der Mitarbeiter einen Internet-Zugang am Arbeitsplatz, in Österreich sind es 24 Prozent und in der Schweiz sogar 41 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von etwa 22 Prozent. In Deutschland surfen 41 Prozent der Mitarbeiter privat und wenden dafür drei Stunden pro Woche auf. Die Ranglisten der privat angesurften Web-Sites sind in Deutschland und Österreich ähnlich: An erster Stelle stehen Nachrichten und Informationen (70 Prozent), gefolgt von Urlaub und Reise (66 Prozent), Hobbys (46 Prozent), Shopping (40 Prozent) und Sport (34 Prozent). Wesentlich kleiner als angenommen ist die Zahl jener Leute, die vom Schreibtisch aus Pornoseiten aufrufen, sie liegt zwischen vier und sechs Prozent. Stark zugenommen hat indessen Online-Banking (33 Prozent). Allein durch Online-Aktienhandel vom Arbeitsplatz aus entstehen den Unternehmen in Deutschland jährliche Kosten von zehn Milliarden Mark. Auf diese Herausforderung haben in Deutschland bis jetzt erst 53 Prozent der Unternehmen mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. Davon haben 27 Prozent ihre Internet- und E-Mail-Politik in schriftlichen Handlungsanweisungen dokumentiert, 22 Prozent setzen Filterlösungen ein, 18 Prozent verwenden Überwachungssysteme, und neun Prozent führen eine direkte Kontrolle durch.