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19.11.2010

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Konsequenz aus Datenskandal: Telekom spendet Millionensumme

Konsequenz aus Datenskandal: Telekom spendet Millionensumme
Als Konsequenz aus dem Datenskandal, der Anfang des Jahres bekannt wurde, hat sich die Deutsche Telekom selbst eine "Strafe" auferlegt. Das Bonner Unternehmen spendet die Summe von 1,7 Millionen Euro an gemeinnützige Institutionen. Laut Staatsanwaltschaft wurde in den Jahren 2005 und 2006 eine Vielzahl von Personen ausgespäht.

Zusätzlich kam es zu einer illegalen Beschaffung von hunderttausenden Verbindungsdaten, die von einer Drittfirma ausgewertet wurden. Ziel der Aktion war die Aufdeckung von Telekom-Angestellten, die Journalisten mit Informationen versorgten.

Mit der Spendenaktion will der Konzern unternehmerische Verantwortung übernehmen und das verletzte Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Dritten wieder herstellen. Man sieht seine Spende als bewusste Geste gegenüber den Mitgliedern von Aufsichtsräten, Betriebsräten, Gewerkschaftsangehörigen und deren Familien, die in großer Zahl von dem Datenmissbrauch betroffen waren. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, die einen wiederholten Missbrauch in Zukunft verhindern sollen.

Empfänger der Spende werden Organisationen sein, die sich für einen verbesserten Datenschutz engagieren, die Mitbestimmung und Bildung fördern und zu Zivilcourage ermutigen. Darüber hinaus sollen Telekom-Beschäftigte, die unverschuldet in Notlagen geraten sind, gefördert werden. Weitere Empfänger sind Initiativen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und gegen Ausgrenzung und Rassismus eintreten, aber auch Hilfsprojekte für Journalisten in Notlagen.

Zusätzlich haben der Konzern und die Anwälte der betroffenen Aufsichtsräte, Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter eine Vereinbarung über die Möglichkeit einer Entschädigung der betroffenen Mandanten wegen der Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte geschlossen. Auch mit den betroffenen Journalisten und weiteren Betroffenen haben dazu Gespräche begonnen oder werden in Kürze aufgenommen.

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