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30.06.2009

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Mobile Datendienste: Erfolg hängt vom schnellen Kapazitätsausbau ab

Mobile Datendienste: Erfolg hängt vom schnellen Kapazitätsausbau ab
Die Nutzung mobiler Datenservices nimmt stetig zu. Dank preiswerter Daten-Flatrates werden sie auch für die breite Masse erschwinglich. Zudem entwickeln sich die All-in-One Angebote der Mobilfunkbetreiber, also Festnetz-, Breitband- und Mobilfunkanschluß aus einer Hand, zu echten Festnetzalternativen. Nach den Jahren fallender Telefonie-Umsätze ein Segen für alle Netzbetreiber. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Netze dieser Belastung standhalten.

Mobilfunkbetreiber auf der ganzen Welt registrieren ein Rekordwachstum bei den mobilen Datendiensten. Wie eine jüngst veröffentlichte Erhebung unter 50.000 Mobilfunknutzern von Tellabs und Nielsen in Europa und den USA ergab, haben die Konsumenten trotz der weltweiten Wirtschaftskrise die Absicht, in den kommenden zwei Jahren deutlich mehr Gebrauch von mobilen Services zu machen. Bis zu 71% der Verbraucher gehen davon aus, demnächst täglich Dienstangebote wie Mobiles Internet zu nutzen.

"Mobile Medien- und Datendienste entwickeln sich also zunehmend zu einem Produkt des täglichen Gebrauchs und werden immer weniger als Luxus betrachtet", sagt Jeff Herrmann, Vice President von Nielsen Wireless and Interactive Services. Während die Konsumenten die mobile Datenservices bereits verstärkt nutzen, ergab die Nielsen-Studie dennoch, dass Kosten, Geschwindigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit der Dienste nach wie vor die wichtigsten Kriterien darstellen.

"Positiv an dieser Entwicklung ist, dass die Mobilfunkkunden mehr Gebrauch von den Datendiensten machen, was Umsatz generiert und den Betreibern Wachstumsmöglichkeiten beschert", so Pat Dolan, Vice President EMEA bei Tellabs. "Parallel dazu werden die Nutzer jedoch immer höhere Datenraten fordern, was eine enorme Belastung für die Backhaul-Infrastruktur und letztendlich auch für das Kernnetz bedeutet. Zu den Herausforderungen gehört es daher, einen Dienst anzubieten, der von hoher Qualität ist und mit dem der Betreiber außerdem Geld verdienen kann. Etwa 30 % der Betriebskosten der Mobilfunkanbieter entfallen heute auf den Backhaul. Die Kosten könnten allerdings durchaus um den Faktor 5 bis 10 steigen, wenn die Anforderungen wie bisher weiter wachsen. Die Netzbetreiber müssen daher entsprechend frühzeitig in eine Erweiterung ihrer Kapazitäten investieren."