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18.12.2008

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Mobile Datendienste: Universität Augsburg startet Verbraucherstudie

Mobile Datendienste: Universität Augsburg startet Verbraucherstudie
Die Nutzung mobiler Datendienste bleibt seit langem hinter den Erwartungen zurück und ist damit ein Thema für die Forschung. Nun beteiligt sich Deutschland erstmals an der weltweit größten Studienreihe zu diesem Thema. Durchgeführt wird die deutsche Studie von der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg.

Mitmachen kann jeder, der ein Mobiltelefon besitzt. Attraktive Preise winken, unter anderem ein Apple iPhoneund ein Bluetooth GPS-Receiver. Wer beruflich mit der Mobile-Branche zu tun haben, können zudem Karten im Wert von je 340 Euro für den Conference Day der 9. Konferenz Mobile Communications - Technologien und Anwendungen (MCTA 2009) am 26. Januar in Berlin gewinnen.

Nahezu alle Mobilfunkanbieter betonen, wie groß der Anteil der Datenübertragung in ihren Netzen inzwischen ist. Was dabei oft ungesagt bleibt: Es handelt sich in Deutschland zum weit überwiegenden Teil um Datenkarten für Laptops, also um quasi mobile DSL-Anschlüsse und nicht um "echte" mobile Dienste - hier fehlt es immer noch. Die Nutzung dieser Dienste zu erforschen, ist das Ziel der Worldwide Mobile Data Services Study (WMDSS), die in einer Reihe von Märkten in Nordamerika, Asien und Europa von einem Konsortium unter Führung der University of Southern California in Los Angeles durchgeführt wird. Bisher war Deutschland nicht in dieser seit 2002 durchgeführten Studienreihe vertreten. Diese Lücke wird nun durch die Aufnahme der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg in das internationale Konsortium geschlossen.

Erforscht werden in der WMDSS die Nutzungsgewohnheiten und Präferenzen bei der Nutzung mobiler Datendienste für private oder berufliche Zwecke, etwa SMS/MMS, mobile E-Mail, mobile Chat, Videotelefonie, Mobile TV, Informationsdienste und vieles mehr. "Einige Fragen mögen den deutschen Nutzern dabei seltsam oder zu theoretisch vorkommen", so Laura Goeke, die die Durchführung der Studie leitet. "Aber die Kernfragen müssen eben in Sri Lanka, den USA und Japan die gleichen sein wie bei uns. Mit der Aufnahme in das Konsortium erhalten wir Zugang zu den nationalen Daten aller Märkte und können nun gezielte Vergleichsstudien anstellen." Gleichwohl ist die deutsche Studie umfangreicher, da die Augsburger Forscher das Grundmodell der WMDSS um eigene Teilmodelle erweitert haben, die beispielsweise Zufriedenheit und Wechselbereitschaft deutscher Mobilfunknutzer genauer erheben und tiefer gehende Aussagen zulassen.

Außerdem wurde die M-Payment-Studie MP5 integriert, die ein quantitatives Modell zur Nutzerakzeptanz zum Ziel hat und bestehende Forschungsergebnisse wie das Mobile-Payment-Referenzmodell (MPRM) und die Engineering-Toolbox des M-Payment Business Model Framework ergänzt. Beide Modelle sind nicht nur international wissenschaftlich beachtet, sondern werden bereits erfolgreich in Industrieprojekten eingesetzt. Ein Beispiel ist der in diesem Monat etablierte Mobile Payment and Banking Think Tank in Kanada, der auf die Forschung von wi-mobile aufbaut.

http://www.wi-mobile.de

 

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