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27.08.2007

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Mobilfunkmasten: Tatort "Strahlende Zukunft" missachtet wissenschaftliche Erkenntnisse

Mobilfunkmasten: Tatort "Strahlende Zukunft" missachtet wissenschaftliche Erkenntnisse
Gefährdet eine Mobilfunkantenne in der Nachbarschaft die Gesundheit? Können die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks Krebs auslösen? Wer gestern Abend den Tatort "Strahlende Zukunft" auf der ARD verfolgt hat, dem dürften diese Fragen durch den Kopf gegangen sein. Denn in der Sendung wird eine direkte Verbindung zwischen Mobilfunkantennen und der Erkrankung an Leukämie hergestellt. Doch was in der Krimiserie für Spannung sorgt, hat mit der Realität nichts zu tun. Der Krimi stellt unsachgemäße Zusammenhänge her, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren.

Die Wirkung von elektromagnetischen Feldern, insbesondere von Feldern des Mobilfunks, wird weltweit intensiv untersucht. Wissenschaftliche Fachgremien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Union und der Bundesregierung kommen in der Auswertung der vorliegenden Studienergebnisse zu dem Schluss, dass unterhalb der in Deutschland gesetzlich festgelegten Grenzwerte keine gesundheitlichen Folgen zu befürchten sind und die Bevölkerung zuverlässig geschützt ist.

Die Tatort-Story vermischt irreführend die thermische Wirkung von Mikrowellenwaffen mit den Wirkungen von leistungsschwachen Mobilfunksendern. Dies ist verwirrend und fachlich unseriös. Die für den Mobilfunk geltenden Grenzwerte schützen vor thermischen Wirkungen. Für den Betrieb von Mobilfunksendeanlagen bestehen zudem strenge gesetzliche Vorschriften und Genehmigungsverfahren, die sicherstellen, dass die Grenzwerte zwingend eingehalten werden. Damit ist das Risiko von gesundheitlichen Beeinträchtigungen auszuschließen.

"Die im Tatort erzählte Geschichte missachtet die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirkung von Mobilfunkfeldern", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF). "Es ist bedauerlich, dass das zur Information und Bildung verpflichtete öffentlich-rechtliche Fernsehen auf diese Weise ein Zerrbild zeichnet, das leichtfertig zur Verwirrung und Verunsicherung der Bevölkerung beiträgt."

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