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03.08.2010

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Naher Osten: Blackberry-Dienste bald gesperrt

Naher Osten: Blackberry-Dienste bald gesperrt
Ab dem 11. Oktober wollen die Vereinigten Arabischen Emirate den Internetzugang für Blackberry-Smartphones sperren. Damit wäre auch der Empfang und Versand von E-Mails nicht mehr möglich. Da verschlüsselte Daten direkt an ausländische Server gesendet werden, sieht der Golfstaat die nationale Sicherheit gefährdet.

Diese Maßnahme wird sowohl die Einwohner des Landes, als auch Geschäftsreisende und Touristen betreffen. Organistation wie z. B. Reporter ohne Grenzen (ROG) sehen diese Maßnahmen als ersten Schritt in Richtung Totalverbot.

Aus Sicht von ROG wollen die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate mit der Maßnahme ihre Kontrolle über kritische Nachrichten und unabhängige Informationen verschärfen: "Die Regierung betrachtet die Blackberry-Dienste, insbesondere den Kurznachrichtendienst, als Hindernis bei ihrem Ziel, Zensur, Filterung und Überwachung voranzutreiben", sagt ROG.

Bereits seit einigen Jahren kommt es zu einer Verschärfung der Internetzensur in den Arabischen Emiraten. Viele Informationsseiten zum Thema Menschrechte und Meinungsfreiheit sind bereits gesperrt. Der Internetzugang über Handys wird kontrolliert. Die Nutzung von mobilen Services auf Smartphones unterliegt seit Dezember 2009 der Überwachung über Filtermaßnahmen.

Die Verschlüsselung soll auch in anderen Staaten ein Problem darstellen. So sehen z. B. China und Indien ebenfalls eigene Interessen gefährdet.

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