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03.02.2006

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Neue Daten-Flatrate von T-Mobile lohnt sich für die meisten Nutzer nicht

Neue Daten-Flatrate von T-Mobile lohnt sich für die meisten Nutzer nicht
Nach E-Plus hat mit T-Mobile nun auch einer der beiden großen Netzbetreiber eine bundesweite Flatrate für die mobile Datenübertragung angekündigt. Die Konditionen: 35 Euro Grundkosten plus ein Euro Nutzungsgebühr pro Tag, an dem der Kunde online geht. Sinnvoll ist der Abschluss der Datenoption aber nur für wenige Nutzer.

Das Telekommunikationsmagazin connect hat nachgerechnet und das Kleingedruckte gelesen. Mit dem Ergebnis: Kunden, die mehr als vier Tage im Monat online gehen, kommen mit der Online-Flat von E-Plus (39 Euro, kein Tagesnutzungspreis) deutlich preiswerter weg. Wer dagegen eher selten mobil surft oder seine E-Mails abruft, braucht keine Flatrate und kann beispielsweise eine Datenoption für zehn Euro mit 30 Megabyte Volumen bei dem Anbieter O2 nutzen. Diese Vergleiche beziehen sich auf Anwender, die bereits mit einem Sprachtarif beim entsprechenden Netzbetreiber Kunde sind und eine Datenoption hinzubuchen.

Vermeintlicher Vorteil des neuen T-Mobile-Angebotes: Mit dem UMTS-Beschleuniger HSDPA surfen Kunden des Bonner Anbieters mit bis zu 1,8 Mbit/s Geschwindigkeit. UMTS ohne HSDPA ist mit 386 Kbit/s deutlich langsamer. Doch das Angebot hat viele Haken und Ösen: So ist die HSDPA-Nutzung nur in der Einführungsphase bis Ende Mai inklusive, obwohl der Kunde zur Nutzung des Datenbeschleunigers spezielle Datenkarten benötigt. Zudem hat T-Mobile das Angebot bis Ende September befristet. Immer häufiger statten Netzbetreiber ihre Offerten mit solchen nicht kundenfreundlichen Befristungen aus.

Insgesamt ist das Angebot nach Meinung der Telekommunikationsexperten ein Schnellschuss und für Kunden nicht besonders attraktiv. Wer günstig überall in Deutschland mobil surfen will, ist derzeit bei E-Plus besser aufgehoben. Zudem werden Anwender, die Wert auf die hohe Geschwindigkeit von HSDPA legen, wohl kaum die Befristung bis Ende Mai akzeptieren. Außerdem kommen im Laufe des Jahres weitere HSDPA-Endgeräte mit höheren Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Mbit/s auf den Markt. Nicht zuletzt sind nach der Computermesse CeBIT weitere, attraktive Angebote von Wettbewerbern denkbar.