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23.04.2002

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Nokia: Spiele als Vorreiter für mobile Datendienste

Nokia: Spiele als Vorreiter für mobile Datendienste
Neue Technologien und gesättigte Märkte machen nach Ansicht von Handy-Hersteller Nokia eine Umorientierung im Geschäftsmodell der Mobilkommunikationsbranche notwendig. Interaktiven Spielen werde dabei eine besondere Rolle zukommen.

"Its all about fun", erklärte Graham Thomas, General Manager Nokia Games in Wien. "Der Markt ist noch immer in einer frühen Phase der Entwicklung, aber mit interaktiven Spielen wird sich das sehr schnell ändern." Für 2006 werden weltweit bereits 250 Mio. "Mobile Gamer" erwartet. Der Trend wird durch Endgeräte, die jetzt auf den Markt kommen, unterstützt. Diese Handys unterstützen die notwendigen Technologien wie MMS, WAP und Java. Damit wird es möglich, interaktive Spiele auf das Mobiltelefon herunterzuladen und zu benutzen.

"Die Benutzer spielen überall und das ist, wofür Mobiltelefone gut sind", so Graham. So spielen 50 Prozent der Handy-Benutzer, um Wartezeiten zu überbrücken. Nokia will allerdings weniger selbst Spiele auf den Markt bringen, sondern vor allem auf seinen Handys die grundlegenden Technologien bereitstellen und an der Entwicklung von gemeinsamen Standards mit seiner "open mobile Architecture" mitarbeiten.

"Der Markt verändert sich vom Teilnehmer-Wachstum zum Umsatz-Wachstum pro Teilnehmer", erklärte auch Heikki Tarvainen, Managing Director Nokia Mobil Phones Alps. "In Österreich zeichnet sich dieser Umstieg bei der Verwendung von Handys bereits jetzt ab", so Tarvainen. Das SMS-Aufkommen liege bereits bei sechs bis zehn Mio. SMS täglich. Für die Handy-Hersteller ergibt sich damit eine neue strategische Ausrichtung auf ein umfassendes Angebot aus Mobiltelefon, Anwendungen und Services. Neben den interaktiven Spielen wird MMS weiterhin als Killer-Applikation angesehen.

Nokia geht davon aus, dass bis 2006 35 Prozent aller Umsätze der Mobilfunkbetreiber mit Datendiensten wie SMS, MMS oder Entertainment erwirtschaftet werden. Der globale Jahresumsatz der Mobilfunkgesellschaften wird dabei für 2006 mit 810 Mrd. Euro angenommen.