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26.02.2010

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Notruf: Im Ernstfall ist jeder Dritte überfordert

Notruf: Im Ernstfall ist jeder Dritte überfordert
Die Situation kann unverhofft Jeden treffen: Man wird Zeuge eines Unfalls, der Kollege bricht zusammen oder Personen benötigen aus anderen Gründen schnelle Hilfe. Vielen ist bei dem Gedanken mulmig zumute. In Deutschland besteht eine gesetzliche Pflicht zur Notfallhilfe, doch laut einer Umfrage von E-Plus fühlt sich jeder Dritte beim korrekten Absetzen eines Notrufs überfordert.

Erschreckend kommt hinzu, das laut statista.de nicht einmal ein Drittel aller Euroäer die EU-weite Notrufnummer 112 kennen. Fast jeder Vierte hofft, im entscheidenden Moment am Telefon die richtigen Informationen parat zu haben.

Die fünf W´s

Wie war das mit den fünf W's? Was muss ich melden, darf ich ein Gespräch mit der Leitstelle beenden, wen muss ich überhaupt anrufen. 24,6 Prozent der Befragten verlassen sich dabei auf ihr gespeichertes Wissen, schließlich hat jeder Führerscheininhaber im Zuge der vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Schulung von den W-Fragen gehört. Und doch wiederholen weitere 22,9 Prozent dieses Seminar regelmäßig im Laufe ihres Berufslebens - als betriebliche Ersthelfer.

Notruf vom Handy nur noch mit SIM-Karte

Jeder fünfte Bürger (20,9 Prozent) schult sich selbst - zu Hause. Wie wichtig dies sein kann, zeigt die Umfrage: Fast vier Prozent (3,7) der Befragten mussten ihr Wissen im vergangenen Jahr bereits anwenden. Daher rät E-Plus Betriebsarzt Roland Hüser: "Auch wer lange keine Schulung mehr besucht hat oder sich unsicher fühlt, ist in Notfällen zur Hilfe verpflichtet. Das einzige falsche wäre, nicht zu helfen".

Wichtig für Handynutzer: Seit Anfang Juli 2009 können Notrufe vom Handy nur noch mit eingelegter, aktiver SIM-Karte abgesetzt werden. Dabei spielt die Höhe des Guthabens auf dem Kartenkonto keine Rolle, die Notrufleitstelle ist auch ohne Guthaben erreichbar. Ebenso hilfreich wie lebensrettend für Menschen, die ihr Aufenthaltsgebiet nach einem Unfall nicht beschreiben können, ist die automatische Handyortung. Hilflose Personen können so einfach und in wenigen Sekunden von der Leitstelle geortet werden.

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