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30.05.2001

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Opel: Kaum Autos im Internet verkauft

Opel: Kaum Autos im Internet verkauft
Das war ja wohl ein Flopp: Seit Anfang März bietet Opel seine Fahrzeuge auch im Internet an und hat bisher lediglich 61 Autos verkauft. Und das, obwohl man online sechs Sondermodelle zu einem rund zehn Prozent günstigeren Preis bekam. Beim Modell Omega kann man bis zu 5.000 Mark sparen.

Damit bleibe die Webkauf-Aktion der Rüsselsheimer weit hinter den Erwartungen zurück, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch. Man habe im Aktionszeitraum, der bis zum 31. Juli dauert, jedoch mit mindestens 300 Online-Kunden gerechnet.

Dabei sei das verhaltene Kundeninteresse zu erwarten gewesen. Fiat habe bei einer ähnlichen Aktion in Italien binnen sechs Monaten ganze zwei Autos online verkauft. Auch das junge und daher möglicherweise internetfreudigere Smart-Publikum kaufe lieber im Autohaus. Auch in den USA, dem so genannten Mutterland des Internet, laufe dieser Vertriebsweg alles andere als gut. So seien im vergangenen Jahr dort rund 20.000 Neuwagen online verkauft worden. Recht wenig angesichts eines Gesamtmarktes von 17,4 Millionen Fahrzeugen.

Als Grund für das mangelnde Interesse am Online-Autokauf wird unter anderem Angst vor mangelndem Service genannt. Dabei garantiert dies das Händlernetz. Zudem gilt die gesetzliche Garantie auch bei Neuwagen, die am Hersteller vorbei im Internet gekauft wurden. Die meisten deutschen Autofahrer stehen dem Neuwagenkauf über das Internet skeptisch gegenüber, weil sie Zweifel an der Sicherheit bei der Datenübertragung und Bezahlung haben sowie auf eine Probefahrt nicht verzichten wollen.

Wie die Marktforschungsgruppe GfK in einer Studie ermittelte, wird das Internet beim Automobilkauf vor allem als Informationsmedium und für Preisvergleiche herangezogen. Eine Befragung von 1.570 Autofahrern im Februar dieses Jahres habe ergeben, dass nur jeder fünfte von ihnen sich vorstellen kann, einen Kaufvertrag online abzuschließen. Bei deutlichen Preisnachlässen steige die Bereitschaft zum Internetkauf allerdings kräftig an.

 

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