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03.08.2007

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PIN-Codes schützen Handys vor Angriffen Krimineller

PIN-Codes schützen Handys vor Angriffen Krimineller
Verbreitung und Leistungsfähigkeit von Handys nehmen zu. Mobile Endgeräte werden somit als Angriffsziele für Kriminelle immer interessanter. Voraussichtlich 32,6 Millionen Mobilfunkgeräte werden dieses Jahr in Deutschland verkauft, weltweit hat die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse die Marke von drei Milliarden geknackt.

Oft verfügen die neuen Geräte über Organizerfunktion, E-Mail-Client, MP3-Player, Kamera – Verbraucher können mit ihnen im Internet surfen, sich Mobile-TV anschauen. Häufig sind sehr persönliche Informationen und Bilder auf den Geräten gespeichert, zuweilen geben sie Zugang zu unternehmensinternen Netzwerken. BITKOM hat wesentliche Punkte zusammengefasst, mit denen die Sicherheit von Handys und Smartphones erhöht werden kann:

1. Notieren Sie sich die Gerätenummer Ihres Handys
Jedem GSM- und UMTS-Handy ist eine eindeutige 15-stellige Seriennummer zugeordnet: die so genannte International Mobile Equipment Identity (IMEI). Die Nummer findet sich auf der Verpackung und meistens auf einem Aufkleber im Akkufach. Außerdem kann sie über Eingabe der Tastenkombination *#06# abgefragt werden. Sollte ein Handy gestohlen werden, so kann die Polizei dank der IMEI das Gerät einem bestimmten Delikt zuordnen. Dies erleichtert die Strafverfolgung - und nur mit dieser Nummer kann ein Gerät dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden.

2. Schützen Sie Ihr Handy per PIN-Code
Eine Sperrung der Geräte verhindert grundsätzlich, dass Unbefugte die Einstellungen verändern, Software installieren oder anderweitig nutzen. Alle Handys ermöglichen dies durch einen PIN-Code. Dabei sind mehrere Sicherheitsstufen möglich, die in der Regel im Menü "Sicherheitseinstellungen" der Geräte verändert werden können:

a) Abfrage der PIN nur beim Einschalten des Gerätes
Diese Sperre sollte jeder Handynutzer als Basisschutz aktivieren. Die Eingabe der PIN ist ausschließlich nach dem Einschalten des Gerätes erforderlich. Dritte können so die SIM-Karte eines ausgeschalteten Handys nicht aktivieren und nicht auf Ihre Kosten telefonieren, sie können jedoch mit einer eigenen SIM-Karte das Gerät nutzen.

b) Abfrage der PIN auch beim Wechsel der SIM-Karte
Wenn die PIN der eigenen SIM-Karte auch jeweils beim Einlegen einer neuen SIM-Karte abgefragt wird, so wird das Gerät für Diebe wertlos. Nutzt der Handy-Besitzer selbst unterschiedliche SIM-Karten, kann er bei den meisten Geräten mehrere SIM-Karten registrieren. Dann wird nur beim erstmaligen Einlegen einer neuen SIM-Karte die PIN abgefragt. Sollte das Handy diese Funktion nicht unterstützen, so können die PIN-Codes für die Karten identisch eingestellt werden. Dann müssen nicht nacheinander die Karten- und Geräte-PIN eingeben werden.

c) Automatische Sperre bei längerer Inaktivität
Wer sein Handy häufig im eingeschalteten Zustand unbeaufsichtigt liegen lässt, sollte es automatisch sperren lassen, so dass nach längerer Inaktivität erneut der PIN-Code abgefragt wird.

3. Lassen Sie nur kontrollierte Datenübertragungen zu
Die Bluetooth-, W-LAN- oder Infrarot-Funktion eines Endgeräts sollte nur dann eingeschaltet werden, wenn sie aktiv genutzt wird. Zumindest sollte das Gerät im Normalfall auf "unsichtbar" eingestellt sein. Das Öffnen oder Installieren von Dateien, die man aus unbekannten Quellen erhalten hat, sollte unbedingt vermieden werden. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass gefährliche Hackerprogramme von außen installiert werden.

4. Verschlüsseln Sie sensible Daten im Endgerät und auf genutzten Speicherkarten
Bei Verlust des Endgeräts können Dritte nicht auf sensible, gespeicherte Daten im internen oder externen Speicher zugreifen. Spezielle Sicherheitssoftware kann die Daten teilweise oder gänzlich verschlüsseln.

5. Schützen Sie Ihr Smartphone mit ähnlichen Sicherheitsfunktionen wie Ihren PC
Für die Betriebssysteme der – umfangreich ausgestatteten – Smartphones werden von vielen Herstellern Sicherheitsprodukte wie Virenscanner und Firewalls angeboten. Diese Schutzfunktionen sind besonders beim Surfen im Internet und beim Lesen von E-Mails und deren Anhängen zu empfehlen. Viele Mobilfunkanbieter haben entsprechende Sicherheitsfunktionen aber bereits in ihren Systemen integriert. Daher sollte im Einzelfall geprüft werden, welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind.

6. Löschen Sie Ihre Daten sicher und vollständig, wenn Sie Ihr Endgerät ausmustern
Der interne und externe Speicher (z.B. die Speicherkarten) eines Geräts lassen sich durch mehrfaches Überschreiben mit einer speziellen Software sicher löschen. Auch vor dem Einschicken defekter Endgeräte an den Hersteller sollten – soweit möglich – alle Daten gesichert und auf dem Endgerät gelöscht oder verschlüsselt werden.

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