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24.04.2003

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Polizei: Fahndung per SMS

Polizei: Fahndung per SMS
Die allseits beliebten Handy-Kurznachrichten werden zum Hilfsmittel der Polizei. Per SMS und MMS soll die Öffentlichkeitsfahndung intensiviert werden.

Wenn künftig lautes Piepsen auf zahllosen Handys gleichzeitig den Eingang einer Kurznachricht signalisiert, dann muss es sich nicht zwangsläufig um eine SMS-Werbeaktion handeln. Absender könnte auch die Polizei mit einem aktuellen Fahndungsaufruf zu einem soeben verübten Banküberfall sein. Die Nachricht würde Hinweise auf das Fluchtfahrzeug und die Täter sowie eine Rufnummer enthalten, unter der man Hinweise an die Polizei-Beamten geben kann.

Seit November 2002 testen auf Initiative des Bundeskriminalamtes (BKA) zehn Polizei-Dienststellen die Öffentlichkeitsfahndung via Handy und SMS. Das Telekom-Unternehmen Itenos (International Telecom Network Operation Services) hat dafür die Lösung "SMS Pro XL" entwickelt. Die Polizisten schicken den Fahndungstext per E-Mailan den Itenos-Server. Dort werden die Mails zu Kurznachrichten umgewandelt und über alle deutschen Mobilfunknetze an eine ausgewählte Zielgruppe versendet.

Auch die kurzfristige Alarmierung der eigenen Einsatzkräfte wird über die Software gesteuert. Ebenso können Kfz-Kennzeichen und andere fahndungsrelevante Daten ohne Zeitverzug übermittelt und vom Empfänger immer wieder abgerufen werden. Ziel der Polizei ist es, unmittelbar nach einer Straftat alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen flüchtigen Straftäter zu ergreifen.

Künftig könnten auch die MMS (Multimedia Messaging Service) bei der Verbrecherjagd zum Einsatz kommen. Mit ihnen ließen sich beispielsweise Fahndungsfotos oder Originaltöne übermitteln.


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