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29.09.2000

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Preisvergleich per SMS

Preisvergleich per SMS
Der neue Dienst von Snaz ermöglicht den Kunden, per SMS Preisvergleiche einzuholen. Snaz unterhält ein Händlernetzwerk, in dem die teilnehmenden Händler ihre Produkte samt Preis verfügbar machen können. Der Clou ist, dass für den Zugriff auf sämtliche Daten nur ein SMS-fähiges Handy benötigt wird.

Interessiert sich ein Kunde für ein bestimmtes Produkt, kann er die Seriennummer, den Barcode oder die Bestellnummer per SMS an den Snaz-Server schicken. Dort wird das Angebot mit dem Bestand der vorhandenen Händlerdaten abgeglichen. Die Antwort mit jeweils drei Händlernennungen, die das gleiche Produkt im Angebot haben, geht mitsamt Preisangabe per SMS auf dem Handy des Kunden ein. Damit ist es möglich, von jedem Ort aus auch ohne mobilen Internetanschluss auf die Snaz-Datenbank zuzugreifen. In diesem Fall können Kunden sich direkt im Laden aktuelle Angebote zum Vergleich aus dem Internet holen, ohne sich ein neues, internetfähiges Handy kaufen zu müssen. Der Dienst ist für den Kunden kostenlos.

Ein anderes Angebot von Snaz soll im Laufe des nächsten Jahres starten: Eine Einkaufsplattform, die den mobilen Einkauf ohne WAP-Zugang ermöglicht. Handybesitzer können sich einmal registrieren lassen und haben damit Zugriff auf sämtliche Produkte der beteiligten Anbieter. Die Waren können dann per Knopfdruck bestellt und bezahlt werden. Diese Shopping-Lösung ist für Verkäufer gedacht, die das Snaz-Netzwerk als Vertriebskanal nutzen wollen und bereit sind, entsprechende Provisionen abzuführen. Auch dieser Dienst soll für die Endkunden kostenlos sein.

Wenn der Kunde ein Produkt entdeckt, das er gerne kaufen möchte, sendet er eine SMS mit den nötigen Produktinformationen an den Snaz-Server. Dann kommen die drei Angebote per SMS zurück. Der Kunde sucht sich das beste Angebot heraus und schickt die Auswahl zurück an Snaz. Daraufhin bestätigt der Server Händlerdaten, Produkt und Preis. Jetzt bestellt der Kunde mit einer dritten SMS, sofern ihm das Angebot vor Ort nicht besser gefallen hat. Mit der SMS-Anwort auf die Bestellung bestätigt Snaz den Kauf.

Diese Shopping-Plattform soll in Europa und den USA angeboten werden, zur Zeit sind 100 Händler an einem Testlauf in Europa beteiligt. Bis zum Ende des Jahres sollen 250 Händler für das Projekt gewonnen werden. Denn das beste Konzept nützt nichts, wenn die Inhalte - in diesem Fall die Produktangebote - fehlen. Es bleibt auch abzuwarten, ob die Kunden tatsächlich lieber auf eine anonyme Paketsendung eines Internethändlers warten, wenn sie das begehrte Produkt irgendwo schon in der Hand halten können. Was sind ein paar Mark Ersparnis im virtuellen Raum gegen realen Besitz?

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