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02.07.2001

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Preisvergleiche im Internet: Gekaufte Empfehlungen

Preisvergleiche im Internet: Gekaufte Empfehlungen
Wer preisbewusst einkaufen, aber nicht mühsam Angebote miteinander vergleichen möchte, dem dienen sich Preisvergleicher im Internet an. Aber auf dem bequemen Weg zum Schnäppchen wird der Verbraucher oftmals ganz schön an der Nase herumgeführt, warnt das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe. Etliche Billigpreisportale bieten dem Surfer als scheinbar kostenlose Dienstleistung den produktbezogenen Preisvergleich unter einer Vielzahl von Online-Händlern an. Doch was dabei heraus kommt, ist keineswegs immer das günstigste Angebot. "Die gefundenen Tiefstpreise liegen manchmal viel höher als bei Händlern, die nicht auf der Liste stehen", hat Redakteur Hans-Peter Schüler im Test herausgefunden. Ein wesentlicher Grund für die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt darin, dass die Preisvergleicher natürlich nicht kostenlos arbeiten, sondern sich von den Anbietern bezahlen lassen - teils durch Buchungsgebühren, teils durch Provisionen, die auf den Kaufpreis draufgeschlagen werden. "Wo in einem redaktionellen Umfeld solche scheinbar neutralen Preisvergleiche angestellt werden, die nicht klar als Werbung gekennzeichnet sind, da muss man sie wohl als Schleichwerbung bezeichnen", so Schüler. Obendrein entpuppten sich manche Angebote im Test bei genauerem Hinsehen als irreführend. Scheinbare Software-Schnäppchen erwiesen sich als Import-Versionen in englischer Sprache oder gar nur als Updates, deren Nutzung den Kunden in eine zweifelhafte Rechtslage brächte. Statt der gesuchten Grafikkarte in besonders hochwertiger Ausführung wurde den Testern hier und da eine Billigvariante angepriesen. So wird aus der vollmundig offerierten Dienstleistung ein Bärendienst und dem Kaufinteressenten bleibt am Ende doch nichts anderes übrig, als selbst genau hinzuschauen. Ohnehin sollte man vor dem Online-Einkauf akribisch die Geschäftsbedingungen studieren. Wer Wert auf Serviceleistungen legt, solle vielleicht besser zum Händler am Ort gehen. Diesem müsse man beim Preisvergleich zugute halten, dass keine Versandkosten anfallen, die bei Online-Bestellungen meist noch extra zu Buche schlagen.

 

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