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30.03.2001

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RegTP: Dumping-Preise für TDSL bleiben

RegTP: Dumping-Preise für TDSL bleiben
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürfte Telekom-Chef Ron Sommer die heutigen Entscheidungen der Regulierungsbehöre für Telekommunikation und Post vernehmen. Zwar darf der Ex-Monopolist auch künftig seinen schnellen TDSL-Internet-Zugang zu Dumping-Preisen anbieten, bekommt aber künftig weniger Geld für die Vermietung ihrer Leitungen an die Konkurrenz.

Ungeachtet der eindeutig nicht kostendeckenden TDSL-Preise, dürfe das Paket weiter auf dem Markt bleiben, erklärte Behördenchef Matthias Kurth. Der Telekom können bei der Neueinführung eines Produktes nicht verwehrt werden, ihren Größenvorteil bei der Preiskalkulation auszuspielen. Angesichts der großen Zahl von beantragten aber noch nicht frei geschalteten Anschlüssen forderte die Behörde die Telekom auf, die Bereitstellungsengpässe bis zum Sommer abzubauen.

In einer weiteren Entscheidung beschloss der Regulierer eine Senkung des Mietpreises, den die Konkurrenten der Deutschen Telekom im Ortsnetz pro Monat zahlen müssen. Allerdings fiel diese Senkung mit einer Mark deutlich geringer aus als von den Unternehmen verlangt. Auch die Telekom dürfte enttäuscht sein, denn sie hatte eine Erhöhung beantragt. Künftig kann die Telekom auf der so genannten letzten Meile nur noch einen Preis von 24,40 Mark verlangen. Auch die einmaligen Gebühren für den Wechsel eines Kunden von der Telekom zur Konkurrenz fallen. Das könnte sich auch positiv auf den Kundenrechnungen widerspiegeln.

Zu Preissenkungen für den Privatkunden von bis zu fünf Prozent dürfte das so genannte Reselling im Ortsnetz führen, das die Telekom innerhalb von drei Monaten anbieten muss. Konkret: Der Bonner Konzern muss Ortsnetz-Leitungen auch in großen Mengen an Wiederverkäufer vermieten und dabei handelsübliche Rabatte (bis zu 20 Prozent) einräumen.

Und last but not least wurde die Telekom verpflichtet, binnen zwei Monaten das so genannte Line-Sharing anzubieten. Bei diesem Verfahren wird eine herkömmliche Telefonleitung in einen Sprach- und einen Datenkanal geteilt. Damit können künftig etwa Internet-Anbieter nur einen Datenkanal mieten und brauchen dafür entsprechend weniger bezahlen. Bislang musste stets die ganze Leitung gemietet werden.

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