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06.03.2001

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Riodata: Missbrauchs-Verfahren gegen Telekom

Riodata: Missbrauchs-Verfahren gegen Telekom
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) prüft, ob die Deutsche Telekom ihre Konkurrenten beim Aufbau eigener DSL-Angebote behindert.

Dazu wurde nach Angaben der Riodata GmbH "Verfahren der besonderen Missbrauchsaufsicht nach Paragraph 33 TKG" eingeleitet. Hintergrund: Riodata und Telekom hatten vereinbart, dass die Telekom im Zusammenhang mit der Überlassung von Carrier-Festverbindungen (CFV) innerhalb von vier Monaten ab Eingang der schriftlichen Bestellung die geforderte Leistung liefern muss. Diese Verpflichtung habe die Telekom in mindestens 80 Prozent Fälle nicht erfüllt, so Riodata.

Damit verhindere der Ex-Monopolist schon im Vorfeld das Aufkommen von Wettbewerb bei DSL-basierten Endkunden-Produkten, protestierte der private Konkurrent. "Während sie selbst in Zeitungsanzeigen und mit Postwurfsendungen den zügigen Aufbau des eigenen Datennetzes bewirbt, mit Angaben schon vorhandener und künftiger xDSL-Anschlussbereiche, wird den Wettbewerbern der Aufbau eigener Netze fast unmöglich gemacht".

Riodata bietet kleinen Firmen und mittelständischen Unternehmen DSL-basierte Produkte an. Für den Aufbau eines eigenen Datennetzes, über das Endkunden ein breites Spektrum an IT- und Telekommunikations-Dienstleistungen bekommen können, ist Riodata auf die Anmietung der CFVs beim früheren Monopolisten angewiesen.