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27.06.2001

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Schärfere Strafe für Handel mit Kinderpornos

Schärfere Strafe für Handel mit Kinderpornos
Wer Kinderpornos herstellt und die Bilder im Internet zum Kauf anbietet, muss künftig mit einer Gefängnisstrafe von mindestens zwei bis maximal 15 Jahren rechnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Demnach fallen künftig nicht nur Druckerzeugnisse, sondern auch angebotene elektronische Bilddateien mit entsprechendem Inhalt unter den Begriff der "Verbreitung pornografischer Schriften". (AZ: 1 StR 66/01) Im zugrunde liegenden Fall hatte der Angeklagte Pornobilder von einer 13-jährigen Schülerin hergestellt, um sie im Internet zu verkaufen. Einen Teil der Fotos veröffentlichte er auf seiner Homepage und bot Interessenten die Übertragung der Aufnahmen für rund 30 Mark an. Unter anderem wurde der Mann wegen sexuellen Missbrauchs verurteil, wegen Verbreitung der Fotos im Internet jedoch nicht. Der Bundesgerichtshof hob diese Entscheidung auf und verwies den Fall zur erneuten Entscheidung über das Strafmaß an das Gericht zurück.