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10.01.2001

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Sex.com wird versteigert

Sex.com wird versteigert
Die begehrteste Web-Adresse auf der ganzen Welt kommt unter den Hammer: Sex.com soll demnächst auf Domshop.de versteigert werden. Die Adresse hatte erst im November letzten Jahres ziemlich unfreiwillig den Besitzer gewechselt. Stephen Cohen, bis dahin Betreiber der Internet-Seite, musste laut Beschluss eines kalifornischen Gerichts die profitträchtige Seite an den Geschäftsmann Gary Kremen abgeben.

Kremen hat als Mindestgebot die auf den ersten Blick riesig erscheinde Summe von 85 Millionen Dollar festgelegt. In der Tat liegt dieser Preis weit über dem, was bislang als Höchstsumme für eine Internet-Adresse gezahlt wurde. Allerdings ist sex.com auch eine Gelddruck-Maschine. Allein neun Millionen sexsüchtige User hatten sich für eine Monatsgebühr von 25 Dollar bei der Pornoseite angemeldet. Rund 150 Millionen Mal wurde die Seite täglich aufgerufen.

Hintergrund: Der clevere Kremen hatte sich 1994 mehrere erfolgversprechende Domains reserviert, darunter sex.com. Der wegen Kreditschwindels, Urkundenfälschung und Betrugs vorbestrafte Cohen erahnte ebenfalls die künftigen Gewinnmöglichkeiten dieser Adresse und fälschte einen Brief, in dem Kremen die Rechte an sex.com an ihn übertrug. Das Unternehmen Network Solutions, bei dem man Domain-Adressen registrieren lassen kann, fiel auf den Schwindel herein. Seither tobte ein heftiger juristischer Streit zwischen den beiden, der im letzten Herbst zugunsten von Kremen ausging.

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