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10.04.2001

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Siemens: Handy-Produktion zurückgefahren

Siemens: Handy-Produktion zurückgefahren
Der Siemens-Konzern streicht in Deutschland rund 2.000 befristete Stellen in der Handy-Produktion. Als Begründung verweist Vorstandschef Heinrich von Pierer auf unsichere Marktprognosen.

Damit reagiere der Konzern flexibel auf die derzeitige Marktsituation, wird eine Siemens-Sprecherin in der Financial Times Deutschland zitiert. Laut früheren Angaben beschäftigt das Unternehmen in Deutschland insgesamt etwa 8.000 Fachkräfte in der Handyproduktion.

Siemens wolle die Handy-Produktion künftig auf den Standort Kamp-Lintfort konzentrieren, hieß es weiter. Dennoch sollen auch dort 700 befristete Zeitverträge nicht verlängert werden. An den anderen Standorten in Bocholt und in Leipzig würden 800 beziehungsweise 300 befristete Stellen gestrichen.

Ursprünglich wollte Siemens den Handy-Absatz im Geschäftsjahr 2000/2001 auf 48 Millionen Geräte verdoppeln. Der Konzern-Chef hatte dieses Ziel aber zuletzt nicht mehr erneuert und stattdessen auf die unsicheren Marktprognosen verwiesen. Diese seien von früher deutlich über 500 Millionen auf noch bestenfalls 450 Millionen weltweit gesenkt worden. Dies würde nach den hohen Wachstumsraten der Vergangenheit nur noch einen Anstieg von etwa zehn Prozent bedeuten.

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